Jena: Hamburg:

Meet Magento 2014 – Das Lesen zwischen polarisierenden Zeilen

Als Sponsor waren wir selbstverständlich auch dieses Jahr wieder mit bei der Meet Magento in Leipzig dabei. Die Qualität der Vorträge spricht für sich und somit ist das Interesse unserer Kollegen an der Meet Magento teilzunehmen entsprechend groß. Durch den Erfahrungsaustausch mit anderen Entwicklern und den Input neuer Informationen kann jeder sein Wissen rund um Magento erweitern, spezielle Problemfälle mit Kollegen diskutiert und neue Möglichkeiten erörtern.

Interessante Vorträge

Nach der Ankunft in Leipzig steuerten unsere Softwareentwickler natürlich direkt in den Entwicklerraum. Von dort waren sie dann auch den Rest des Tages (abgesehen von den Pausen zur Nahrungsaufnahme und Networking) nicht mehr weg zu bekommen. Hervorgestochen haben die Beiträge “Magento – Half a Rush-Hour for Developer” und “PphpStorm – besser, schneller, entspannter Magento entwickeln”.

Magento – Half a Rush-Hour for Developer

Die Präsentation fiel vor allem deswegen auf, weil sie sich zum Ziel setzte, innerhalb von einer halben Stunde 275 Slides durchzuprügeln. Rico Neitzel und Fabian Blechschmidt legten ein ordentliches Tempo vor, um ihre Zielsetzung zu erreichen und redeten, als wenn es kein Morgen gäbe. Dem Ziel, innerhalb kürzester Zeit Magento codeseitig mit allen Facetten zu erklären wurden sie definitiv gerecht. Allerdings reichte die halbe Stunde dann doch nicht aus und sie mussten den Vortrag am nächsten Tag fortsetzen.
Die Präsentation ist mittlerweile online unter diepraesentationistonline.de. Leider sagen viele Folien ohne den dazugehörigen Vortrag nichts aus. Für einen Recap ist sie aber sehr gut geeignet.
Entwicklerraum Meet Magento 2014

PphpStorm – besser, schneller, entspannter Magento entwickeln

Wir setzen schon länger PhpStorm für unsere PHP-Projekte (darunter auch Magento) ein. Dennoch waren uns einige der Kniffe, die Benjamin Wunderlich und Philipp Zabel von Shopwerft vorgestellt haben, noch neu. Das Plugin Magicento ist für Magentoentwickler mit PhpStorm nahezu schon Pflicht, um den Arbeitsalltag zu erleichtern. Extensions lassen sich hiermit in Sekundenschnelle anlegen und die Autovervollständigung erleichtert einiges an Tipparbeit. Zudem bringt Magicento einige Dokumentationen mit.
Die Erweiterungen CSS-X-Fire und Aoe_TemplateHints haben wir jetzt neu bei uns integriert. Über CSS-X-Fire lassen sich in Zusammenarbeit mit PhpStorm und Firebug direkt in Firebug Änderungen in den Stylesheets vornehmen. Diese können dann gleich in den korrekten CSS_Dateien gespeichert werden. Das erleichtert das Templating ungemein.
Aoe_Templatehints verbessert dagegen die Informationsdarstellung im Frontend. Woher Informationen kommen ist im Frontend oft sehr unübersichtlich dargestellt, dies erschwert das Debuggen. Aoe_Templatehints zeigt an aus welchen CMS-Seiten, Blöcken oder Modulen sich das Frontend welche Funktionen holt. Das Plugin stellt diese Informationen übersichtlicher dar als es die magentoeigenen Template Path Hints können. Außerdem sind die Informationen weitaus reichhaltiger.

Ernüchterung und Termine

Viele der Konferenzteilnehmer freuten sich darauf Neuigkeiten zu Magento 2.0 zu erfahren – vielleicht sogar schon, ein Releasedatum zu erhaschen. Doch daraus wurde leider nichts. Zumindest nicht auf der Meet Magento selbst. Durch Terminüberlagerungen fand nämlich vom 12.5. bis 14.5., also quasi zur gleichen Zeit wie die Meet Magento, die “imagine eCommerce”, die Hausveranstaltung von Magento statt. Hier gab es dann auch die ersehnten weitergehenden Informationen zur Roadmap bezüglich Magento 2.0. Danach ist geplant bis Ende 2014 eine Beta Version für Entwickler zu veröffentlichen. Die Freigabe der Endversion ist dann für Ende 2015 angedacht.

Kurz nach den beiden Veranstaltungen wurden dann die neuen Magentoversionen 1.9 (Community Edition) und 1.14 (Enterprise Edition) veröffentlicht, um die nach Version 2.0 hungernde Meute doch noch zu besänftigen.

Die fehlenden Beiträge zu Magento 2.0 sorgten bei vielen Entwicklern für Unmut und warfen mal wieder die Frage auf, wie ernst Magento selbst noch Veranstaltungen zum eigenen Produkt in Übersee nimmt. Bereits in den letzten Jahren haben sich viele Besucher der Messe in Blogbeiträgen diese Frage gestellt. Letztes Jahr war zwar Roy Rubin vor Ort und hielt die Keynote, diese war aber recht oberflächlich gehalten und warf mehr Fragen auf als sie beantwortete. Denn schon letztes Jahr hatten sich viele erhofft Neuigkeiten über Magento 2.0 zu erfahren und waren enttäuscht worden. Die europäischen Magento-Entwickler wünschen sich bei der lokalen Magentoveranstaltung auch die Anwesenheit von Magentoentwicklern aus dem Hause Magento, mit denen sie sich austauschen können.

Für europäische Entwickler stellt die Meet Magento aber eine optimale Plattform dar, untereinander in Kontakt zu kommen. Das entstandene Mikrosystem, nicht zuletzt unterstützt durch netresearch, sorgt dafür, dass Magento auch hierzulande einen immens hohen Stellenwert besitzt.

Magento Enterprise vs. Community Edition – polarisierende Worte

Den Vortrag, der in der Magentosphäre am meisten Beachtung fand, haben wir leider verpasst. Er fand um 16:30 Uhr im Konferenzsaal statt, als wir uns schon wieder für den Rückweg vorbereiteten. Ich möchte an dieser Stelle aber trotzdem darauf eingehen und Stellung dazu nehmen. Es handelt sich um den Vortrag ” The harsh truth about Magento Enterprise”. Hier verglich Tim Bezhashvyly die kostenlose Community Edition von Magento mit der Gebührenpflichtigen Enterprise Edition. Sein Fazit war, dass es keinen Grund gibt, weshalb Entwickler und Shopbetreiber überhaupt auf die kostenpflichtige Enterprise Edition setzen sollten. Für den Vortrag erntete er Standing Ovations, da er vielen Entwicklern aus dem Herzen sprach.

Die 12.000 EUR Lizenzgebühr für eine Enterprise Edition sind für Shopbetreiber kein Pappenstiel. Magento selbst rechtfertigt diese Kosten durch eine erweiterte Funktionsvielfalt und einen stark erweiterten Support. Laut Bezhashvyly ließe sich aber der gesamte Umfang der Enterprise Edition mithilfe der Community Edition und vergleichsweise günstigen oder sogar kostenlosen Extensions nachbilden. Zudem sei der erweiterte Support der Enterprise Edition nutzlos, da hier in den seltensten Fällen kompetente Hilfestellung geboten werde. Auch Sicherheit ließe bei der Enterprise Edition zu wünschen übrig. Summa summarum wurden dem kostenlosen Tool die besseren Noten bescheinigt als dessen kostenpflichtigem großen Bruder.

Für die Community Edition stehen viele kostenlose oder zumindest kostengünstig Features zur Verfügung, doch sind diese nicht immer ganz so einfach in das System zu integrieren. Da unterschiedliche Personen die Features ganz unabhängig voneinander entwickeln, kann es beim Einsatz mehrerer, nicht aufeinander abgestimmter Features zu Konflikten zwischen diesen kommen. Damit das Programm dennoch einwandfrei funktioniert sind umfangreiche Analysen, Nachbesserungen und Tests erforderlich. Hier fallen Aufwände an, die sich jede Agentur selbstverständlich bezahlen lässt. Schnell können sich die Einsparungen dann wieder relativieren. Diese Aufwände reduzieren sich bei der Enterprise Edition, da sie diverse Features out of the box mitbringt. Das heißt, hier ist sichergestellt, dass die Features auch alle miteinander harmonieren. Die aufwändigen Analysen, Anpassungen und Tests entfallen somit, was eine echte Zeitersparnis darstellt und die Fehlerquote reduziert. Programme von Drittanbietern sollten genau analysiert werden, bevor sie zum Einsatz kommen, damit sie auch mit den Datenschutzrichtlinien der Kunden konform sind. Zudem möchten unsere Enterprisekunden nicht auf den Full Page Cache verzichten, den Magento Enterprise von Hause aus bietet und die Performance erheblich verbessert.

Zertifizierte Magento-Partner verpflichten sich, je nach Status, zum Verkauf einer bestimmten Anzahl an Enterprise-Lizenzen pro Jahr. Hier kann sich schon ein gewisser Druck aufbauen, wodurch die Gefahr besteht, dass einem Kunden eine Enterprise-Lizenz verkauft wird, der sie gar nicht benötigt. Der Jahresbeitrag ist kein Pappenstiel, weshalb jeder Shopbetreiber die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Versionen gut gegeneinander abwägen sollte. Für kleinere Shop-Startups kommt die Enterprise-Lizenz schon aus finanziellen Gründen meist gar nicht in Frage. Anders sieht es bei E-Commerce Kunden aus, die ihren bestehenden Shop gerne durch Magento ablösen möchten oder schon einen starken Brand besitzen, der durch einen online-Shop gestärkt werden soll. Ein schneller Livegang, eine einfache Wartung des Systems und eine sehr gute Performance können gute Gründe sein auf die kostenpflichtige Enterprise Edition zurück zu greifen. Jeder Online-Shop bzw. potentielle Shop Betreiber sollte für sich individuell entscheiden welche Version seinen Anforderungen und Möglichkeiten am besten gerecht wird. Seriöse Agenturen werden Sie bei der Entscheidung kompetent beraten, denn die Agenturen haben schließlich auch ein Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit und zufriedenen Kunden. Uns als igniti liegt viel daran, Kunden auch zu unseren Partnern zu machen, ihre Projekte zu unseren Projekten. Denn nur ihr Erfolg garantiert auch unseren langfristigen Erfolg.
Einige der Agenturen haben auch selbst schon bei der t3n Statements abgegeben: http://t3n.de/news/magento-enterprise-kritik-gold-partner-545590/

Die Webseite mit der Agenda der Meet Magento wurde mittlerweile mit den jeweiligen Slides und Videos der Vorträge ergänzt:
Viele der Teilnehmer haben auch eigene Artikel verfasst, die das Geschehene zusammenfassen:

http://t3n.de/news/meet-magento-2014-schiff-545072/
http://kkoepke.de/magentoecommerce/meet-magento-2014-ein-rueckblick/
http://wasmitweb.de/2014/05/15/magento-klassentreffen-2014/
http://www.shopwerft.com/blogpost/items/meet-magento-2014.html
http://geistreich78.info/ecommerce/harsh-truth-magento-enterprise-mm14de

Weitere Impressionen bieten die offizielle Facebook-Page oder der Youtube-Channel der Meet Magento:

Facebook Page Meet Magento
Youtube Channel Meet Magento

 

Internetagenturen und E-Commerce-Agenturen – Was können sie für mich tun?

Der Markt ist voll von Internet-, E-Commerce-, Web- und Webdesign-Agenturen und wie sie nicht alle heißen. Manchmal ist es schwer da noch den Überblick zu behalten, welche Agentur nun welche Dienstleistungen erbringen kann. Doch bei vielen, die planen ein Online-Business aufzubauen, geht der erste Gedanke sowie so meist dahin, es selbst zu machen. Mit “es” meine ich tatsächlich alles. Das ist auch vollkommen legitim, denn der Markt ist mittlerweile überschwemmt von Open Source Software. Das suggeriert natürlich, dass sie auch einfach zu bedienen sei.

Und tatsächlich lässt sich eine einfache Webseite oder ein Blog, dank der großen Auswahl an kostenloser Software, relativ leicht realisieren. WordPress ist hierfür ein sehr gutes Beispiel. Um ein ansehnliches Webprojekt mit WordPress auf die Beine zu stellen braucht es nicht sehr viel technisches Knowhow. Es gibt Unmengen an kostenlosen Themes und Plugins, die Sie auf Knopfdruck ganz einfach installieren können. Neben WordPress gibt es natürlich auch noch andere Content Management Systeme, die einen ähnlichen Komfort bieten, wenngleich sie ihn nicht immer erreichen. Sie können so ohne große Programmierkenntnisse eine einfache, aber umfängliche Webpräsenz selbst erstellen.
Softwareentwicklung Quellcode
Kompliziert wird es allerdings, wenn Sie einen Online-Shop individuell gestalten und sich von der breiten Masse abheben möchten. Wünschen Sie zum Beispiel ein einzigartiges Layout, das Ihren Shop von den anderen unterscheidet, oder möchten Sie spezielle, auf Ihr Sortiment und Ihren Kundenstamm angepasste Funktionen, kommen Sie mit den Standardfunktionen schnell an die Grenzen. Nicht zu vergessen sind auch Themen wie optimale Performance und SEO. Zu viele Plugins bremsen schnell das System aus. Ihre Kunden müssen dann eine gefühlte Ewigkeit warten, bis sich eine Seite aufbaut. Die wenigsten Kunden bringen diese Geduld auf und springen ab, ohne etwas zu kaufen. Außerdem sind viele kostenlose Themes nicht SEO-freundlich gestaltet, Sie riskieren also, dass viele Kunden Sie im großen Webdschungel gar nicht erst finden.

Zusammenfassend gesagt, können Sie bei einem kleinen Shop mit kleinem Sortiment und ohne Extras selbst einen einfachen Standard Online-Shop mit Hilfe von Open Source Software erstellen. Ein optimierter, userfreundlicher Shop, der sich von der großen Masse unterscheidet und individuell auf Sie und Ihr Produkt zugeschnitten ist, ist damit allerdings nicht möglich.
Wer also einen soliden, dauerhaft konkurrenzfähigen Shop möchte, mit dem sich auch signifikante Gewinne erzielen lassen, kommt um Enterprise-Systeme wie Magento, Intershop, Demandware oder Hybris nicht herum. Diese müssen nicht zwangsläufig teuer sein, auch im Open Source Bereich gibt es mittlerweile sehr fähige Enterprise-Systeme, wie zum Beispiel Magento in der Community Edition, Oxid oder Shopware. Aber auch über Eigenentwicklungen lässt sich nachdenken, wenn die Anpassungen am System das Aufwand-Nutzen-Verhältnis übersteigen.
Einsteiger ohne umfangreiche Programmierkenntnisse und entsprechende E-Commerce Erfahrung kommen hier schnell an ihre Grenzen. Enterprise-Shop-Systeme sind nicht ganz so einfach einzurichten, wollen Sie dann noch individuelle Anpassungen an dem System vornehmen benötigen Sie auf jeden Fall die Hilfe von Profis.

Und hier kommen dann die oben genannten Agenturen ins Spiel. Viele Online-Shop Gründer wenden sich allerdings meist an Werbeagenturen, welche die Umsetzung ihres Shops in Angriff nehmen sollen. Dieser Gedankengang ist nachvollziehbar, aber nicht konsequent, denn die Kernkompetenzen von Werbeagenturen liegen in einer anderen Richtung. Das Thema E-Commerce ist sehr komplex geworden und sprengt den Wissensstand und das Knowhow vieler Werbeagenturen. Daher haben sich hierfür neue Agenturformen herausgebildet, die sich auf das Thema E-Commerce und die Entwicklung von Online-Shop Plattformen spezialisiert haben: sogenannte Internetagenturen und Webagenturen.

igniti Tag Cloud Internetagentur Buzzwords

Internet- und Webagenturen beschäftigen dedizierte Webdesigner und Softwareentwickler, welche sich sehr tief in die Materie eingearbeitet haben und Shopsysteme auf dem Effeff kennen. Dank ihrer Erfahrungen, sind sie sich der Stolpersteine bewusst und können sie von Beginn an umgehen. Das spart Zeit und somit Geld und vor allem Nerven. Denn als Shopmanager haben Sie in der Regel andere Sorgen, als sich um die technischen Gegebenheiten Gedanken zu machen. Doch Internetagenturen bieten nicht nur ihr technisches Knowhow an, sondern besitzen meist langjährigen Erfahrung auf ihrem Gebiet und können Sie daher exzellent in allen Belangen rund um das Thema E-Commerce beraten. Denn heutzutage reicht es leider nicht mehr “einfach nur im Internet vertreten zu sein” oder ein schönes Design zu entwerfen. Ein Shop verkauft nicht automatisch, Sie müssen die Kunden erst einmal generieren, also auf Ihren Shop aufmerksam machen und sie davon überzeugen dort einzukaufen. Die Wege hierfür sind vielfältig. Sie können zum Beispiel die Kanäle der Suchmaschinenoptimierung, des performanceorientierteren Affiliate-Marketing oder des Suchmaschinenmarketings nutzen. Hierfür gibt es natürlich auch wieder auf die einzelnen Themen eigens spezialisierte Agenturen. Die von Ihnen beauftragte Internetagentur sollte zumindest ein breites Netzwerk besitzen, um Agenturen aus Bereichen, die sie nicht selbst bedienen kann zu empfehlen.
Dedizierte E-Commerce Agenturen gehen noch einen Schritt weiter. Sie entwickeln nicht nur den Shop, sondern kümmern sich auch um die angeschlossenen Prozesse, so dass Sie Ihren Shop schlüsselfertig übernehmen können. Für welche Art der Agentur Sie sich entscheiden, ist abhängig davon, ob Sie schon mit verschiedenen Dienstleistern in Bezug auf Warenwirtschaft, CRM oder Logistik zusammenarbeiten. Wenn der Online-Shop frisch gelauncht werden soll, empfehlen sich E-Commerce Agenturen, da sie sich um alle nötigen Voraussetzungen (Lager, Kommissionierung, Warenwirtschaft, …) kümmern und kompetente Dienstleister mit ins Boot holen, die schon erfolgreich weitere Shops betreuen. Igniti kann Ihnen sowohl das Angebot einer Internetagentur, durch die Vernetzung innerhalb der Towerbyte eG aber auch das Spektrum einer E-Commerce Agentur anbieten.

Woran erkenne ich empfehlenswerte Webagenturen?

  • Die Zahl der Mitarbeiter, die in das Projekt involviert werden können. Gerade bei sehr großen Projekten, die viele Personenarbeitstage in Anspruch nehmen ist es wichtig, dass ausreichend Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Nur so kann das Projekt in einem überschaubaren Zeitrahmen zügig durchgeführt werden. Außerdem stehen in größeren Agenturen mehr Ressourcen zur Verfügung, um in den entscheidenden Lastzeiten des Projekts oder bei Ausfällen (z. B. Krankheit) schnell auf weitere Mitarbeiter bzw. Ersatz zurückgreifen zu können.
  • Ein Blick in die Referenzen kann hilfreich sein. Hier ist allerdings nicht die Quantität, sondern die Qualität entscheidend. Achten Sie darauf, dass die Agentur bereits ähnliche Projekte wie das Ihre geplant und umgesetzt hat. Sie stellen so sicher, dass die Agentur auch über die notwendige Erfahrung verfügt.
  • Persönlicher Kontakt. Selbst der längste Text kann nicht optimal beschreiben, wie Sie sich Ihr Projekt vorstellen. Wenn Sie auf eine schriftliche Anfrage einfach nur ein nüchternes Angebot zurückbekommen, sollten Sie das kritisch betrachten. Selbstverständlich müssen Sie hier nach dem Umfang Ihrer Anfrage differenzieren. Wenn Ihr Projekt sehr überschaubar und die Anforderungsliste entsprechend detailliert ist, ist ein sofortiges Angebot legitim (z.B. Templating nach Layout-Vorgaben). Die Umsetzung eines kompletten Shops oder eines umfangreichen Webportals sollten Sie aber besser telefonisch oder persönlich mit der Agentur besprechen.
  • Querdenker. So merkwürdig es anmuten mag, aber stringentes Kopieren von bestehenden Seiten bringt das E-Commerce und Online-Marketing nicht voran. Wirklich wichtige Veränderungen werden von mutigen Querdenkern angestoßen.
  • Die Webagenturen sollten auch Service um das Webportal und den Online-Shop herum anbieten können. Kein Shop verkauft selbst, er benötigt Besucher, die auch einkaufen. Es ist daher von Vorteil, wenn die Agentur auch über Kompetenzen in der Suchmaschinenoptimierung und dem Affiliate-Marketing verfügt. Nicht falsch verstehen, die Internetagentur muss nicht zwangsläufig diese Services auch anbieten, sie sollte aber die technischen Kompetenzen besitzen, die programmatischen Voraussetzungen für eine reibungslose Funktionsweise der Online-Marketing-Maßnahmen umzusetzen. Wenn die IT-Agentur dazu auch noch Wartungsaufgaben übernehmen kann – umso besser!
  • Erfahrung mit Schnittstellen. Online-Shops und Content Management Systeme sind zwar selbstständig lauffähig, aber in der heutigen Zeit ist ein effizienter Datenaustausch essentiell. Shopsysteme müssen häufig in ständigem Austausch mit CRM-Systemen, Warenwirtschaftssystemen, Content-Delivery-Netzwerken, E-Mail-Anbietern, etc stehen. Hierfür sind Schnittstellen nötig. Einerseits nach außen, aber auch in das eigene System hinein, sowohl unidirektional als auch bidirektional. Die Arbeit mit Schnittstellen ist sehr “speziell”, da jede Schnittstelle nur so gut ist wie ihre Dokumentation. Oftmals müssen aber nicht nur Schnittstellen bedient, sondern auch geschaffen werden. Hier ist es von Vorteil, wenn die Agentur schon Erfahrungen mit diversen Schnittstellen gesammelt hat.
  • Standort. Dank der vielen modernen Kommunikationsmittel, die uns zur Verfügung stehen ist das Kriterium des Standorts nicht mehr ganz so wichtig. Dennoch bringt es einige Vorteile, wenn Sie sich mit den Vertretern der Agentur regelmäßig treffen können, um wichtige Fragen persönlich zu klären. Viel wichtiger ist das Kriterium des Standorts aber in Bezug auf Netzwerke und Synergien. Es gibt einige IT- und E-Commerce Ballungszentren wie zum Beispiel Hamburg, Jena, Berlin oder München. In diesen Gebieten sind viele Agenturen mit ganz unterschiedlichen Themenschwerpunkten vertreten, die meist in einem regen Austausch miteinander stehen. Jena beispielsweise ist sehr bekannt für technologische Entwicklungen (beispielsweise werden hier Intershop, Demandware oder ePages entwickelt), während in Hamburg die großen Versandhändler (z.B. Otto) angesiedelt sind. Dank des intensiven Kontakts untereinander verfügen die Agenturen oft über Kenntnisse in vielen verschiedenen Bereichen, die weit über das eigentliche Kerngeschäft der Agentur hinausgehen.
  • Erfahrungen mit modernen Technologien. Mit welchen modernen Entwicklungen sich eine Agentur auskennt, ist nach außen meist schwer ersichtlich, denn die Kundenprojekte können hier nicht zwangsläufig als Benchmark gelten. Diese werden in der Regel nach den Kundenanforderungen und dem zur Verfügung stehenden Budget entwickelt. Zu den modernen Technologien zählen mittlerweile responsive/adaptive Designs oder HTML5/CSS3. Fragen Sie am besten die Agentur direkt, ob sie bereits Erfahrung mit den von Ihnen priorisierten Technologien besitzt.

Checkliste Projektplan

Im Rahmen der Projektplanung hat es sich bewährt, eine Excelliste mit den eigenen Anforderungen an das System zu erstellen. In einem persönlichen oder telefonischen Gespräch können die einzelnen Punkte gemeinsam eingetragen und mit Scores zur Priorisierung versehen werden. So ergibt sich am Ende ein Scoring-Wert für die Agentur, mit den Themen die Ihnen besonders wichtig sind und Themen die Sie auch später noch umsetzen können. Aber Achtung: IT-Projekte lassen sich selten nur als geradlinige Strecke von A nach B sehen. Es sind Kompromisse auf beiden Seiten nötig, weswegen die Scoring-Tabellen nicht zwangsläufig auch vergleichbar sind. Gepaart mit einem Bauchgefühl, welches sich aus den Gesprächen ergibt, sollte die Entscheidungsfindung dann aber leichter fallen als beim nüchternen Vergleich von Angeboten, welche sich oftmals eben auch schwer miteinander vergleichen lassen.

Wie unterstützt mich igniti?

Wenn Sie auch den Einstieg ins E-Commerce wagen wollen, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. In der Regel reicht eine Idee, die wir gemeinsam mit Ihnen zu einem Projekt entwickeln können. Schon nach kurzer Zeit erhalten Sie dann Ihre Vision in Software gegossen. Unsere Vernetzung innerhalb der Towerbyte eG garantiert Ihnen exzellente Beratung zu allen Themen, die das E-Commerce betreffen. Wir machen Ihr Projekt zu unserem Projekt, da uns Ihr Erfolg am Herzen liegt. Bei uns arbeiten sowohl zertifizierte Magento-Entwickler, als auch ISTQB-zertifizierte Softwaretester und Shopmanager. Das garantiert Ihnen eine hohe Qualität in der Softwareentwicklung als auch im Softwaretest. Unsere Entwickler und Softwaretester blicken auf langjährige Erfahrung mit E-Commerce-Systemen und deren Schnittstellen zurück. Wir haben eine Vielzahl an kleineren und auch großen E-Commerce-Projekte erfolgreich umgesetzt. Dies betrifft die eigentliche Programmierung, aber auch die Wartung von Online-Shops.

E-Commerce gestern, heute und morgen – ein Rückblick und Ausblick

Die Entwicklungen im Internet schreiten rasant voran. Obwohl es noch gar nicht so lange her ist, dass die erste E-Mail verschickt wurde, gibt es hier inzwischen große Konkurrenz. Instant Messenager versuchen die E-Mail abzulösen bzw. die beiden Technologien zufriedenstellend zu migrieren. Doch nicht nur die Kommunikationsmedien unterliegen ständigen Veränderungen. Ein Kind des Internet, welches sich wachsender Beliebtheit erfreut und wo die Entwicklungen schnell voranschreiten ist der E-Commerce.

Selbst Laien prognostizieren steigende Umsatzzahlen für den E-Commerce in den kommenden Jahren. Viele Kunden treibt es inzwischen eher ins Internet als in den stationären Handel. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Zeitersparnis und die meist unkomplizierte Handhabung. Selbst typische Einzelhandelsprodukte wie Schuhe oder Kleidung kaufen die Kunden mittlerweile online und das obwohl viele Konsumenten angeben ihre Kleidung vor dem Kauf lieber anzuprobieren. Nicht nur die „kurzen Wege“ und weniger Shoppingstress machen das Internet so attraktiv. Das einfache Widerrufsrecht ermöglicht es den Kunden Kleidung in mehreren Größen online zu bestellen. Zu Hause können sie dann ganz bequem die passende Größe heraussuchen und den Rest wieder zurückschicken. Online-Shop-Betreiber haben sich auf die Retouren eingestellt und kalkulieren sie in die Preise ein. Und selbst dann sind die Produkte online meist günstiger als im Laden nebenan.
Im Dezember letzten Jahres ging der Umsatz im Einzelhandel um 2,3%, im Vergleich zum Vormonat, zurück, und das trotz Weihnachtsgeschäft. Demgegenüber brummten die Umsätze im E-Commerce (Quelle: Handelsblatt).


Solche Zahlen wirken sich selbstverständlich positiv aus. Immer mehr Neu-Unternehmer, aber auch klassische Einzelhandelsunternehmen, planen im E-Commerce mitzumischen und einen eigenen Online-Shop zu eröffnen. Noch mehr motivieren die Zahlen einer Studie vom Oktober letzten Jahres. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco hat sich gezielt mit der zukünftigen Entwicklung des E-Commerce beschäftigt. Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage in welchem Maße die Einnahmen im Bereich E-Commerce in den kommenden Jahren ansteigen werden. Die Studie betrachtet dabei die Umsätze der kompletten Wertschöpfungskette. Der Verkauf über den E-Commerce oder übers Online-Marketing stellt nur einen Teil der Umsatzzahlen dar. Bis der Online-Shop Zahlen generieren kann, muss er mit viel Blut, Schweiß und Tränen von Internetagenturen erst einmal entwickelt und bei einem Service Provider gehostet werden. Doch damit nicht genug, der Shop muss regelmäßig gewartet werden, Bugs müssen behoben werden und kontinuierliche Verbesserungen sind notwendig, um auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben. Hinter dem eigentlichen Online-Shop steckt also ein komplexer Wirtschaftszweig, der ebenfalls vom boomenden E-Commerce profitiert.

Trotz dieses großen Wirtschaftskomplexes, der hinter jedem Online-Shop steckt, entfällt ein Großteil des Umsatzes immer noch auf den E-Commerce im B2C Bereich, also auf den klassischen Online-Shop selbst, so wie der Endkunde ihn kennt. Der Gesamtumsatz der Internetwirtschaft betrug im Jahr 2011 51,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 25,1 Milliarden Euro auf die Sparten des klassischen E-Commerce und Online-Marketing. Bis zum Jahr 2016 prognostizieren die Experten von eco eine jährliche Steigerung um etwa 11%. Das würde im Jahr 2016 einen Gesamtumsatz von 87,4 Milliarden Euro ausmachen. Hiervon entfallen stolze 41,2 Milliarden Euro auf den E-Commerce (bestehend aus E-Commerce, Billing & Payment, Social Networks & Online-Werbung).

Der weitere Ausbau des Breitband-Internets trägt sein Übriges dazu bei, um die Zahlen im E-Commerce noch weiter in die Höhe zu treiben. Gebiete, in denen DSL nicht flächendeckend verfügbar ist, können sich mit UMTS- oder LTE–Surfsticks aushelfen. Das war vor 10 Jahren noch Zukunftsvision. Genauso wie das Shopping über Handys und Tablets. Immer mehr Menschen können also an immer mehr Orten das Internet nutzen und dort ihre Einkäufe zu jedem beliebigen Zeitpunkt erledigen.
Bei der Gründung einer eigenen Firma ist also Umdenken angesagt. Der Auftritt der Firma im Internet ist schon fast Pflicht, um sich dem Kunden zu präsentieren und Leads zu generieren. Noch besser ist es, die Dienstleistungen und Produkte gleich online zu vertreiben.

Als weitere wichtige Themen, die den E-Commerce Fortschritt begünstigen, nennt eco die IT-Sicherheit, Big Data (aggregierte Daten aus Apps, Location Based Services, Clouds, Social Media, etc.), M2M (Machine-to-Machine-Communication, Vernetzungen, Automatisierungen) und natürlich das große Thema Mobile.
Bremsend könnten sich dagegen Gesetze zur Contentregulierung auswirken. Hier sind noch einige Anpassungen und Verbesserungen notwendig, um den Fortschritt nicht zu hemmen. Durch die generelle Verlagerung der Informationen ins Internet müssen neue Vertriebswege für Inhalte gefunden werden. Ebenso müssen die DRM-Maßnahmen (Digitales Rechtsmanagement) an die neuen Gegebenheiten angepasst werden, da die Verlage ihre Rechte auch im Internet geschützt haben wollen. Hier gibt es also noch einige Herausforderungen, die es in den kommenden Jahren zu klären gilt.

Zusammenfassung: E-Commerce boomt und wächst

Allgemein sind die Aussichten also rosig, was die digitale Wirtschaft betrifft. Der E-Commerce wächst und wächst und davon profitieren nicht nur die Shops oder E-Commerce-Agenturen, sondern auch die Kunden. Innovationen schreiten voran und machen es den Firmen, aber auch den Endkunden letztendlich immer leichter, ihre Geschäfte online zu tätigen. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf das Beschäftigungsniveau aus. Die Zahl der Arbeitnehmer innerhalb der Branche soll bis 2016 um jährlich 6,6% wachsen. Gemeint sind hier natürlich nicht nur Shopbetreiber, sondern auch Entwickler, Systemadministratoren, SEOs, Marketer, etc.

Als E-Commerce-Agentur unterstützen wir Sie beim Schritt in den E-Commerce oder aber bei der Wartung Ihres bestehenden IT-Projektes! Unsere Experten bieten jahrelange Erfahrung im E-Commerce und können Ihre Idee zum Erfolg führen. Treten Sie mit uns in Kontakt, entweder per E-Mail (jena @igniti.de oder über hamburg@igniti.de) oder unser Kontaktformular.

Die vollständige Studie zu den Trends der Internetwirtschaft kann auf der Webseite des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco heruntergeladen werden:
http://www.eco.de/2010/studien-und-umfragen/die-deutsche-internetwirtschaft-2009-2012-ueberblick-trends-und-treiber.html

Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 3

Die ersten beiden Teile unserer Serie der Suchmaschinenoptimierung mit Magento behandelten vorrangig die Grundlagen der SEO, welche sich mit Magento umsetzen lassen (Textauszeichnungen, Formatierungen, sprechende, URLs, etc.). Der dritte und letzte Teil widmet sich eher technischeren Seiten, wie der Weiterleitungen (www/non-www) und Tricks zur Lenkung der Suchmaschinencrawler. Einen großer Teil ist auch die Performanceoptimierung gewidmet, welche mittlerwiele einen großen Stellenwert nicht nur in der SEO, sondern auch der Usability einnimmt.

Noindex / Nofollow

Über noindex und nofollow können Sie Seiten gezielt aus der Indexierung und Nachverfolgung für die Crawler der Suchmaschinen ausschließen.

  • Noindex: Seite nicht in den Suchindex aufnehmen
  • Nofollow: Links der Seite / entsprechenden Link nicht verfolgen

<meta name=”robots” content=“noindex”>
<meta name=”robots” content=”noindex, nofollow”>
<a href=“impressum.htm” rel=”nofollow”>Impressum</a>

Viele verwenden das Attribut nofollow auch zur Abwertung externer Links und somit als Anti-Spam-Maßnahme. Bei der Suchmaschinenoptimierung können Sie die Attribute einsetzen, um Duplicate Content zu vermeiden. Suchmaschinen sind mittlerweile so weit, dass sie die Suchfelder auf einer Webseite selbstständig ausfüllen und die ausgegebenen Ergebnisse indexieren. Dies erzeugt natürlich Duplicate Content. Sie können dies vermeiden, indem Sie die Suchergebnisse auf noindex setzen bzw. den Suchbutton auf nofollow. Innerhalb von Magento können Sie diese Standardeinstellung für alle Seiten konfigurieren:

Konfiguration:
System > Konfiguration > Allgemein > Gestaltung > HTML Kopf

Robots.txt

Mit der Robots.txt-Datei können Sie den Suchmaschinen mitteilen, welche Bereiche der Seite sie crawlen dürfen und welche nicht. Die Datei liegt im DokumentenRoot und wird von den Suchmaschinen aufgerufen. Konkrete Einstellungen für Magento gibt es hier nicht, solange die robots.txt auf dem Server vorhanden ist, wird sie auch verwendet.

In der Webentwicklung sehr wichtig: Schützen Sie Testsysteme sowohl mit einer .htaccess als auch mit einer robots.txt vor den neugierigen Augen der Webcrawler. Suchmaschinen finden neue Projekte selbst ohne Verlinkungen sehr schnell. Ist das Testsystem aber einmal von den Suchmaschinen erfasst, haben Sie Duplicate Content, sobald Sie mit Ihrem Livesystem online gehen. Sie haben dann zwei identische Systeme im Internet mit exakt dem gleichen Inhalt. Somit ist der Ausschluss der Crawler auf Testsystemen absolute Pflicht.
Achten Sie darauf diesen Schutz auf dem Livesystem wieder zu entfernen, da die Suchmaschinen ansonsten Ihr Projekt nicht indexieren.

Server Redirects

Mit Server Redirects können Sie Anfragen auf eine spezifische Seite auf eine andere Seite weiterleiten. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn eine Unterseite im System schon indexiert ist, Sie diese aber später wieder entfernen. Damit Google hier nicht auf einen 404-Fehler trifft, sollten Sie eine Weiterleitung auf eine andere, themenrelevante Unterseite anlegen.
Ein weiterer sinnvoller Einsatz von Server Redirects bietet sich an, wenn Sie nur die URL, aber nicht den Inhalt der Seite, ändern. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie die URLs Suchmaschinenoptimieren. Damit Sie nicht den kompletten Linkjuice der Seite verlieren, sollte Sie den Redirect der alten auf die neue URL setzen.
Beachten Sie dabei die folgende Unterscheidung:

  • 301 – Permanent Redirect
  • 302 – Temporary Redirect

Sie sollten die 301-Weiterleitung gegenüber der 302-Weiterleitung immer vorziehen. 302-Weiterleitungen stehen typischerweise für zeitlich begrenzte Umzügen. Deshalb werten Suchmaschinen Seiten mit eine temporären Weiterleitung ab, wenn diese dennoch über einen längeren Zeitraum besteht.

Magento setzt die Redirects automatisch. Wenn Sie ein Produkt editieren und sich die URL ändert, setzt Magento selbstständig einen Redirect auf die neue URL. Aufpassen sollten Sie allerdings beim Duplizieren von Produkten. Bei Magento ist auch hier die Checkbox zum Setzen von Redirects automatisch aktiviert. Sie sollten die Checkbox unbedingt deaktivieren, um das alte Produkt nicht zu verlieren.

Magento SEO Redirect URL Key

Alle von Magento angelegten Rewrites können Sie in der Rewrite-Regel-Verwaltung einsehen:

Katalog > URL Rewrite-Verwaltung

Das www- und non-www-Problem sollten Sie dagegen manuell angehen. Eine Webseite sollte niemals doppelt, sowohl per www (http://www.domain.tld) als auch ohne www (http://domain.tld) im Internet aufrufbar sein. Empfehlenswert ist es, die www-Aufrufe “hart” auf non-www umzuleiten.

Optimierung Performance

Da die Performance mittlerweile eine sehr große Rolle im Ranking spielt, sollten Sie dieser auch ein besonderes Augenmerk zukommen lassen. Unperformante Seiten sind für die Besucher eine Zumutung, was sich in erhöhten Absprungraten zeigt. Aus diesem Grund ranken Suchmaschinen schnell ladende Seiten besser als überfrachtete, nicht optimierte Seiten. Das weiß auch Magento und bietet Ihnen einige Hebel, mit denen Sie die Performance relativ einfach verbessern können.
In unserem Blog-Beitrag Pagespeed-Optimierung haben wir Sie bereits über die generellen Stellschrauben, zur Verringerung der Seitenladezeiten, informiert. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Inhalte noch einmal zusammengefasst:

Aktivierung des Flat Catalogs
Magento hält die Informationen zu einem Produkt an mehreren Stellen in der Datenbank vor. Beim Abruf der Seiten fragt das System alle Stellen ab und baut die Seite erst in dem Moment zusammen. Das erfordert viel Ladezeit und ist alles andere als performant. Aus diesem Grund bietet Magento die Möglichkeit, die Daten schon vorher in einer Tabelle zusammenzuführen. Dies wird als Flat Catalog bezeichnet. Flat Cataloge können Sie sowohl auf Produkt- als auch Kategorieebene erstellen. Es empfiehlt sich die Schalter auf beiden Ebenen zu aktivieren, um einen spürbaren Performancegewinn zu erreichen.

System > Konfiguration > Katalog > Shop > Flat Catalog verwenden

Cache
Sie sollten den Magento-Cache auf jeden Fall aktivieren, damit nicht jeder Seitenaufruf des Nutzers gerendert wird. Aktivieren Sie den Cache, können Nutzer vom Seitenbesuch anderer Besucher profitieren. Nachfolgende Nutzer bekommen dann, durch vorherige Besucher vorgerenderte Seiten ausgeliefert, das verringert die Ladezeiten erheblich.
Die Enterprise-Version bietet zusätzlich noch die nützliche Funktion des Full-Page-Caches. Hierbei wird eine bereits vorhandene Seite ausgeliefert, statt eine neue zu rendern. Das geht noch schneller vonstatten und sorgt für einen großen Performanceschub.

System > Cache-Verwaltung

Verbindung von JS- & CSS-Dateien
Server RequestsJavskripte und Stylesheets werden normalerweise als separate Dateien ausgeliefert. Je umfangreicher der Funktionsumfang für den Endnutzer, desto größer ist in der Regel auch die Zahl der zu ladenden Skripte. Die Skriptanzahl lässt sich entweder im Quelltext oder im Firebug, anhand der nötigen Requests an den Server, ablesen. Beim Laden der Skripte oder CSS, wird für jede Datei eine neue Anfrage an den Server gestellt, der die Datei dann “freigibt”. Bei einer großen Anzahl an Dateien kostet dies selbstverständlich viel Zeit. Diese Zeit können Sie reduzieren, wenn Sie alle Funktionen innerhalb einer Datei bündeln, die dann nur noch einmal angefragt wird.
Mit Magento können Sie die nötigen Stylesheets und Skripte in einer Datei bündeln. Hier müssen Sie allerdings ein wenig Testaufwand einplanen, da die Bündelung von Skripten selbstverständlich auch Fehlerpotential birgt.

System > Konfiguration > Erweitert > Entwickleroptionen > JavaScript Einstellungen / CSS Einstellungen

XML Sitemaps

Sitemaps sind sinnvolle Mittel, um Suchmaschinen über die Seitenstruktur und alle vorhandenen URLs zu informieren. Webseiten-Crawler haben in der Regel nur wenig Zeit, um eine Seite zu indexieren. Sehr “tief” liegender Content bleibt ihnen somit unter Umständen für immer verborgen. Durch eine Sitemap bekommen Suchmaschinen Kenntnis von URLs, die sie vorher nie erreichen und somit indexieren konnten. Sitemaps sind einerseits in Form von HTML, andererseits als XML-Dokument möglich. Von Haus aus unterstützt Magento die XML-Sitemaps.

Katalog > Google Sitemap
System > Konfiguration > Katalog > Google Sitemap (Einstellungen Sitemap-Erstellung)

Weitere Systemeinstellungen

In den Untiefen der Magento Konfiguration liegen noch viele weitere Stellschrauben, die Sie bei der Suchmaschinenoptimierung unterstützen. Beispielsweise können Sie Standardtitel oder Titelsuffixe festlegen, aber auch Dateiendungen. SEO-Experten streiten sich noch immer, ob URLs mit .html oder ohne .html besser ranken oder vielleicht .htm. Zur Relevanz trägt diese Einstellung sicherlich nicht bei, trotzdem lässt sie sich im Magento konfigurieren.

System > Konfiguration > Allgemein > Web > URL Optionen / Suchmaschinenoptimierung (StoreCodes zu URLs hinzufügen, Webserver Rewrites))
System > Konfiguration > Allgemein > Gestaltung > HTML Kopf (Standards: Meta Keywords, Description, Title)
System > Konfiguration > Allgemein > Katalog > Katalog > Suchmaschinen Optimierung (Sitemaps, Suffixe, Canonical Links, Pfade)
System > Konfiguration > Katalog > Google Sitemap (Einstellungen Sitemap-Erstellung)

Inhalt:
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 1
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 2
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 3

Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 2

Im zweiten Teil unserer Reihe “Onpage SEO mit Magento” widmen wir uns im überwiegenden Teil der Auszeichnung von Texten und der Optimierung von Bildern. Dies stellt Für die Suchmaschinenoptimierung immer noch das geeignetste Werkzeug dar, um Texte relevanter zu machen. Content ist immerhin King und deswegen sollte Google die Indexierung und Kategorisierung der eigenen Texte so einfach wie möglich gemacht werden. Durch die möglichst vielen Freitextfelder innerhalb von Magento sowie seinen WYSIWYG-Editor stellt das auch größtenteils kein Problem dar. In der Regel weiß der geneigte Nutzer also, wo er Optimierungen vornehmen könnte, nur eben nicht wie.

Überschriften

Überschriften im Web sind zu vergleichen mit Überschriften in Büchern: sie untergliedern größere Texte in mehrere Kapitel und erleichtern so den Lesefluss. Idealerweise kann der Leser an Hand der Überschrift den nachfolgenden Inhalt mit einem Blick erfassen.
Sie sollten die Überschriften nach dem Beispiel eines Buches strukturieren. Die Überschriften erster Ordnung (H1) stellen den Buchtitel dar. Pro Seite sollten Sie diese im besten Fall nur einmal verwenden. Für Kapitelüberschriften nutzen Sie die Überschrift zweiter Ordnung (H2). Weitere Untergliederungen können Sie mit H3 vornehmen.
So die Theorie, in der Praxis lässt sich diese Vorgehensweise oft nicht granular umsetzen. In vielen Fällen gibt das Templating die Überschriften schon vor. In diesem Fall ist es sinnvoll in Fließtexten wie CMS-Seiten, Short Descriptions, Descriptions und statischen Blöcken H2 als oberste Seitenüberschrift (also als Buchtitel) zu verwenden. Alle weiteren Überschriften wählen Sie dann entsprechend weiter absteigend: also für Kapitelüberschriften H3, für Untergliederungen H4.
Doch auch diese Strukturierung lässt sich nicht immer realisieren, wenn das Template schon sehr großzügig mit H1 und H2 umgeht. In diesem Fall sollten Sie sich allerdings überlegen eine andere Vorlage zu verwenden, da Sie ansonsten nicht mehr viel Spielraum für SEO Optimierungen haben.

Textauszeichnungen

Mit Textauszeichnungen sind fetter, kursiver und unterstrichener Text gemeint. Hiermit können Sie wichtige Textpassagen, vorrangig wichtige Keywords, hervorheben. Verwenden Sie für die Auszeichnung die aktuellen HTML-Tags <strong> und <em>. Zum Unterstreichen von Texten gibt es leider nur noch den deprecated Tag <u>, weil Unterstreichungen eigentlich per CSS vorgenommen werden sollen. Es gibt allerdings einige Verfechter der Meinung, dass Suchmaschinen per HTML unterstrichenen Text höher gewichten. Es kann daher nicht schaden Unterstreichungen per HTML durchzuführen.
In Magento können Sie Textauszeichnungen generell für alle im Frontend angezeigten Texte durchführen.

Listen

Allgemein gilt: Stellen Sie Auflistungen auch als Liste dar. Dies beeinflusst den Lesefluss positiv, denn eine Liste

  • unterbricht langen Fließtext auf positive Weise,
  • sorgt somit für eine willkommene visuelle Abwechslung und
  • entlastet die Denkprozesse beim Lesen, da umfangreiche Informationen in kurzer Form präsentiert werden.

Kurz gesagt, fassen Listen wichtige Informationen gebündelt und leserlich zusammen. Daher bewerten auch Suchmaschinen diese positiv.
Heutzutage ist es auch üblich Listen für Navigationselemente zu verwenden. Dies widerspricht aber nicht dem eigentlichen Sinn einer Liste, da die Liste auch hier zur Strukturierung der wichtigen Unterseiten einer Webseite dient. Ob Sie die Liste geordnet <ol> oder ungeordnet <ul> anlegen ist unerheblich.

Bilder

Die Anforderungen an Bilder lassen sich in Kriterien an das Bild selbst und dessen Einbindung in die Seite unterteilen.

Anforderungen an das Bild selbst:

Sie sollten die Grafik nach Möglichkeit maximal in der Größe hochladen, in der Sie diese auch einbinden. Ein Bild, das Sie auf Ihrer Seite in 300×200 Pixeln anzeigen (per HTML oder CSS skaliert), sollte auch auf dem Server nicht größer sein. Achten Sie außerdem darauf, dass die Bilder in einer optimalen Kompression und einem optimalen Dateiformat (JPG, GIF, PNG, …) für Bilddaten vorliegen. Summa summarum geht es darum, die Dateigröße der Grafik und damit die Seitenladezeiten möglichst gering zu halten.

Zur optimalen Kompressionsrate für Grafiken bietet unser Blog-Beitrag über die Pagespeed-Optimierung Hinweise.

Anforderungen an die Einbindung des Bildes in der Seite:

Auch der Dateiname des Bildes ist von Bedeutung. Um Suchmaschinen bei der korrekten Indexierung von Bildmaterial zu unterstützen, sollten Sie sprechende Dateinamen für die Grafiken wählen (siehe sprechende URLs). Eine Grafik mit dem Namen mimi-am-strand-sandburg.jpg lässt sich einfacher kategorisieren als img2358_2013_0909.jpg.

Optimieren Sie den Dateinamen und die Dateigröße vor dem Upload, da Sie bei Magento nach dem Upload nicht mehr so leicht auf die einzelnen Dateien zugreifen können.

Weitere Unterstützung bei der Kategorisierung von Grafiken bieten Sie den Suchmaschinen durch Setzen des ALT-Attributs des <img>-Tags. Ursprünglich war diese Funktion zur Barrierefreiheit angedacht. Das heißt einerseits, dass sich Sehbehinderte den Inhalt des Bildes vorlesen lassen können. Andererseits wird der Text angezeigt, wenn die Grafik nicht geladen werden kann. Inzwischen nutzen auch Suchmaschinen diese Funktion zur Kategorisierung der Inhalte einer Seite. Ein optimal gefüllter <img>-Tag sieht demnach folgendermaßen aus:

<img src=„http://domain.tld/bild-name.jpg“ alt=„Alternativtext“ title=„Alternativtext“ />

Konfigurieren lassen sich die ALT-Attribute:

Magento Upload Produkt Bearbeiten

Magento image upload Formular ALT-Texte

Produkt/Kategorie:
Katalog > Artikel verwalten > Artikel auswählen > Bilder
Katalog > Kategorien verwalten > (Kategorie wählen) > Image

CMS-/WYSIWYG-Ebene:
Katalog > Artikel verwalten > Artikel auswählen > Descriptions > WSIWYG-Editor > Insert / Edit image
CMS > Seiten verwalten / Statische Blöcke > Seite/Block auswählen > Inhalt > Insert / Edit image

Interne Verlinkungen

Das Thema interne Verlinkung hat in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erfahren. Nicht zu Unrecht, denn das Konzept des Pageranks kann sehr einfach auf eine Webseite heruntergebrochen werden: Je häufiger eine Unterseite innerhalb des Projekts verlinkt ist, desto relevanter ist sie höchstwahrscheinlich für das Gesamtprojekt. Suchmaschinen gehen also davon aus, dass häufig verlinkte Seiten die gesamte Webseite sehr gut beschreiben. Dementsprechend bewerten sie diese Seiten, in Bezug auf das Gesamtprojekt bevorzugt. Umgekehrt können sie hierdurch Webseiten gezielt schwächen (schwächer verlinken oder per nofollow verlinken), um andere Seiten zu stärken.

Ein sehr beliebtes Mittel, um schlecht verlinkte Seiten intern zu stärken und sinnvoller zu verlinken sind SEO-Footer. Hier können Sie wichtige Seiten, die Sie gezielt stärken möchten, in einem zusätzlichen Footer noch einmal verlinken. Sie können zum Beispiel einen SEO-Footer einrichten, der von Kunden häufig gesuchte Suchergebnisse anzeigt. Diese Ergebnisseiten landen dann im Suchmaschinenindex und erhalten damit ein höheres Ranking. Sie können den Footer auch für Landing Pages (z. B. für beliebte Suchbegriffe oder prominente Keywords) nutzen, welche ansonsten im Kontext der restlichen Seite nur schwer verlinkbar sind.

Magento bietet aber auch schon von Haus aus probate Mittel, um die internen Verlinkungen von Produkten zu stärken. Einerseits können Sie selbstverständlich in jedem Editorfenster Links setzen (Descriptions, CMS Content, …), andererseits stehen folgende Tools zur Verfügung, die vorrangig zur Verbesserung der Conversion Rate und des Warenkorbwertes dienen, die Sie aber auch aus SEO-Sicht sinnvoll einsetzen können:

  • Upselling
  • Crossselling
  • Zubehör

Produkt:
Katalog > Artikel verwalten > Artikel auswählen > Upselling / Crossselling / Zubehör

Canonical Links

Canonical Links dienen der Vermeidung von technisch bedingtem Duplicate Content. Das Paradebeispiel von Duplicate Content in Online Shops ist die Filterung von Kategorienseiten: Die Filterung nach bestimmten Kriterien lädt immer wieder die gleiche Seite und damit den gleichen Inhalt nur mit unterschiedlicher Sortierung der Produkte. Damit erzeugen Sie irrelevanten Duplicate Content. Das Gleiche gilt für die Kategorien bei Magento. Sie können Produkte in mehrere Kategorien einsortieren. Die Suchmaschinen indexieren allerdings jede dieser Seiten einzeln und erfassen somit den gleichen Inhalt mehrfach.

Beispiel:

http://www.domain.tld/kategorie1/produkt.html

http://www.domain.tld/kategorie1/kategorie2/produkt.html

Mit dem Canonical Tag können Sie den Suchmaschinen sagen “Ich weiß, dass hier Duplicate Content vorkommen kann, das lässt sich aber nicht vermeiden, die Hauptseite/Ursprung des Content ist http://www.domain.tld/produkt.html”:

<link rel=”canonical” href=”http://domain.tld/produkt.html” />

Optionen Suchmaschinenoptimierung Canonical URLs Magento

Konfiguration:
System > Konfiguration > Katalog > Katalog > Suchmaschinen Optimierung > Verwende Canonical Link

Inhalt:
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 1
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 2
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 3

Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 1

SEO ist kein Hexenwerk – aber eine Menge Aufwand, der kontinuierlich und nicht nur einmalig betrieben werden muss, um wirksam zu sein. Gutes Linkbuilding und Content Marketing benötigen Zeit und Kreativität.
Viele merken erst nach dem Launch eines Projekts, wie wichtig eine gute Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist. Nur wenn die User Ihre Webpage über die Suchmaschinen auch finden, erhält Ihr Shop den notwendigen Zulauf. Suchmaschinen sind nun mal, ob durch Suchmaschinenanzeigen oder organische Ergebnisse, Trafficlieferant Nummer 1.
SEO onpage besteht aber nicht nur aus dem gezielten platzieren von Keywords in einem Text. Zu einer guten Optimierung Ihrer Webpage gehört noch einiges mehr. Viele Systeme, wie z. B. Magento bieten wichtige Funktionen, um Ihr Ranking zu verbessern. Sie müssen allerdings wissen, wo die Stellschrauben sind. Dieser Beitrag soll ein wenig Licht ins Dunkle bringen: Hier erfahren Sie welche Felder Sie in der Konfiguration und Produktanlage definitiv ausfüllen sollten, damit sie für die Suchmaschinen sichtbar sind. Der Beitrag ist mehrteilig geplant, Sie lesen hier den ersten Teil.

Oberstes Ziel: Relevanz

Sie sollten sich von Anfang an darüber klar sein, worum es den Suchmaschinen geht: Relevanz. D. h. Ihre Seite sollte für den Besucher auch einen Nutzen haben und sinnvolle Inhalte vermitteln. Suchmaschinenoptimierung ist nur ein Hilfsmittel, um den Suchmaschinen die Indexierung zu erleichtern, per se aber keine Methode zur Manipulation. Sogenanntes Blackhat-SEO (das Einsetzen von Spammethoden) bringt in der Regel nur kurzfristigen Erfolg. Langfristig gesehen ist es sinnvoller die Relevanz Ihrer Seiten für den Nutzer und damit auch Ihr Ranking dauerhaft zu steigern.

Keywords

Auch wenn dieser Beitrag keine Anleitung zum SEO an sich (Textoptimierung) ist, sollten Sie sich dennoch bewusst sein, dass Keywords das A und O jeder Webpage Optimierung sind. SEO ohne Keywords ist stochern im Nebel, da Sie nicht wissen, worauf Sie eigentlich optimieren und somit auch keine Erfolgskontrolle durchführen können.
Wenn Sie mehrere Keywords haben, sollten Sie diese auf verschiedene Landing Pages auf splitten. Das heißt, Sie optimieren jede einzelne Seite innerhalb des Shops auf 2 bis 3 Keywords: Seite 1 für die Keywords A, B, C, Seite 2 für die Keywords D, E, F, Seite 3 für die Keywords G, A, H, etc.

Duplicate Content

Duplicate Content sind doppelte Textinhalte. Je häufiger der gleiche Text im Netz vorhanden ist, desto mehr sinkt Ihr Ranking. Duplicate Content kann sowohl intern auf den eigenen Seiten existieren (domainintern) als auch extern auf anderen Seiten (domainextern). Typische Beispiele für domaininternen Duplicate Content in Online Shops sind duplizierte Produkte, also Produkte, die in verschiedenen Farben oder Größen mit dem gleichen Produkttext angelegt sind. Auch die Filterung von Kategorieseiten kann Duplicate Content erzeugen. Ein Beispiel für domainexternen Duplicate Content ist das kopieren von Herstellerbeschreibungen und Herstellertexten.

Für Duplicate Content gilt: Vermeiden Sie ihn!

Title & Meta Description

Für die onpage Optimierung ist der Meta Title das wichtigste Rankingkriterium. Als Meta Title wird die Überschrift, die in der Suchanzeige erscheint bezeichnet. Der Titel ist das Element, das der User bei seiner Suche als erstes erfasst. Sie sollten die wichtigsten Keywords an den Anfang des Titels setzen. Gleichzeitig sollten Sie darauf achten, dass der Titel für den User ansprechend ist. Überschreiten Sie die Länge von 70 Zeichen nicht, denn alles darüber hinaus erscheint in der Anzeige nicht und ist somit verlorener Inhalt.

Google Suchergebnisseite

Die Meta Description erscheint in den Suchergebnissen unter dem Titel und soll den Nutzer auffordern die Seite auch zu besuchen. Gestalten Sie den Text für den User ansprechend. Die reine Aneinanderreihung von Keywords wirkt eher abschreckend. Besser ist ein zusammenhängender Text, der dem Nutzer einen kurzen Überblick über den Inhalt der Seite gibt.
Wenn Sie keine Meta Description vergeben, sucht sich Google im Inhalt der Seite selbst eine passende Beschreibung entsprechend der Suchanfrage. Hierbei handelt es sich meist um ein zusammenhangsloses aneinanderfügen von einzelnen Sätzen. Es ist daher sinnvoller eine ansprechende Meta Description zu vergeben. Sie sollten sich dabei auf 150 Zeichen beschränken, weil alles andere in der Anzeige von Google abgeschnitten wird.

Titel und Meta Description lassen sich auf mehreren Ebenen konfigurieren:

Artikelebene:
Katalog > Artikel verwalten > (Artikel wählen) > Meta Information > Meta Title, Meta Description

Kategorieebene:
Katalog > Kategorien verwalten > (Kategorie wählen) > Page Title & Meta Description

CMS-Ebene:
CMS > Seiten verwalten > (Seite wählen) > Seiteninformation> Seiten Title
CMS > Seiten verwalten > (Seite wählen) > Metadaten > Beschreibung

Sprechende URLs

Gute sprechende URLs verhalten sich für den Nutzer ähnlich wie eine Breadcrumb-Navigation: der Nutzer sollte an der URL ablesen können, wo er sich gerade auf der Seite befindet und wie er wieder in die nächsthöhere Hiararchieebene zurückwechseln kann. Bestenfalls durch Kürzung der URL, ohne Klicken. Ähnlich verhält es sich für Google, da ein Google-Bot letztendlich nichts anderes ist als einen Besucher auf der Seite. Google Bots sind Programme, die das Internet nach Webpages für die Suchmaschine durchsuchen.
URLs sollten aus Begriffen und Keywords bestehen und nicht aus Parametern.

Gut: http://www.domain.de/kategorie1/kategorie2/produkt.html
Schlecht: http://www.domain.de/index.php?cat=5&prod=8&list

Mittlerweile nicht mehr ganz so kritisch, aber gut zu wissen: Verwenden Sie zum Trennen von einzelnen Wörtern nicht einen Unterstrich (_) oder ein Pluszeichen (+), sondern einen Bindestrich. Die Wörter lassen sich so sauberer trennen: test-mit-folgen.html statt test_mit_folgen.html.

Vermeiden Sie Umlaute, schreiben Sie diese stattdessen aus: haeuser.html oder hauser.html statt häuser.html.

Auch URLs können in Magento an mehreren Stellen gesetzt werden:

Artikelebene:
Katalog > Artikel verwalten > Artikel auswählen >Allgemein > URL key

Kategorieebene:
Katalog > Kategorien verwalten > Kategorie auswählen >URL key

CMS-Ebene:
CMS > Seiten verwalten > Seite auswählen > Seiteninformation > URL-key / Bezeichner

Im nächsten Teil geht es unter anderem um die Formatierung von Texten und Bildern.

Inhalt:
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 1
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 2
Onpage SEO / Suchmaschinenoptimierung mit Magento – Teil 3

Online einfach einfach spenden – Gutes tun im heise shop

elefunds LogoElefunds … als Wortmarke im Zusammenspiel mit einem Elefanten ergibt sich erst einmal ein Schmunzeln, danach allerdings mehrere Fragezeichen. Was ist das? Elefunds ist ein innovatives Projekt, das im letzten Jahr den Preis für die beste Fundraising Innovation 2013 gewann. Elefunds vereinfacht das Spenden online. Eine Extension, die es für mehrere gängige Shopsysteme gibt, macht’s möglich. Kunden können beim Bezahlvorgang den Rechnungsbetrag beliebig aufrunden. Die Differenz wird dann an eine oder mehrere gemeinnützige Organisationen gespendet. Im Anschluss an den Checkout-Prozess kann der Kunde seine gute Tat noch über verschiedene Social Media Kanäle verbreiten. Somit ist elefunds die Schnittstelle zwischen der Wirtschaft und gemeinnützigen Organisationen im E-Commerce.

Das Konzept von elefunds gefiel uns gleich vom Start weg. Zuerst banden wir das Modul bei unserem Kunden der kartenmacherei ein. Dort ist es auch heute noch, nach über einem Jahr, im Einsatz. Und das Konzept kommt an: Laut elefunds runden durchschnittlich 18% der Online Kunden ihren Bestellbetrag auf.

heise shopGeben ist seliger denn Nehmen. Pünktlich vor Weihnachten stellten wir das Modul auch im heise shop online. Die Heise Kunden können ihren Einkauf nun ebenfalls aufrunden und spenden. Als Empfänger stehen hierfür die passenden Spendenorganisationen – Reporter ohne Grenzen, foodwatch und Wikimedia Deutschland – zur Verfügung.
Die Einbindung erfolgte im heise shop auf der Magento Enterprise Edition in enger Zusammenarbeit mit elefunds selbst.

Im selben Zuge ging auch das Heise Artikelarchiv online. Die Kunden können jetzt sämtliche Einzelartikel aktueller und vergangener Hefte des Heise Zeitschriften Verlages auch separat ohne Kauf der Zeitschrift bestellen. So kann der Kunde sich genau das heraussuchen, was ihn interessiert und muss nicht das komplette Heft kaufen. Dieses Feature ist vor allem bei interessanten Artikeln bereits vergriffener Ausgaben sinnvoll. Bisher lief die Artikelbestellung über einen separaten Service bei Heise, nun ist das Feature komplett im Shop integriert, dort wo es auch hingehört.

Hinweise zur PageSpeed-Optimierung

Immer öfter liest man im Internet davon, dass die Performance und Ladezeit einer Webseite mittlerweile für die Suchmaschinen als Rankingkriterium herangezogen wird. Das heißt, performante Seiten ranken unter Umständen besser als unperformante Seiten. Das ist auch nicht weiter verwunderlich. Das Internet ist nicht zuletzt durch die Suchmaschinen unglaublich transparent. Die nächstbessere Seite mit ähnlichem Inhalt ist meist nur einen Klick entfernt. Das ist vor allem für Online-Shops verheerend. Wenn der Aufbau einer Seite zu lange dauert oder die Seite gar nicht erst lädt, verlassen die potentiellen Kunden sehr schnell die Seite und wechseln zur Konkurrenz. Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn für Google die Performance einer Seite wichtig ist.

Google selbst bietet aber auch ein Tool an, mit dem einerseits die Performance einer Seite gemessen werden kann und welches andererseits sogar Handlungsanweisungen zur Optimierung gibt. Ganz nach Wunsch arbeitet dieses Tool über Browserextensions (Chrome und Firefox) oder online. Doch die Umsetzung der Handlungsanweisungen ist oft nicht ganz so trivial. Deswegen wollen wir Licht ins Dunkel der häufigsten Fragen bringen bzw. die am häufigsten als kritisch angemerkten Maßnahmen genauer erklären. Doch zunächst einmal stellt sich die Frage, ob das Tool überhaupt reliabel arbeitet. Hierzu hat CodexM im SEOChat-Blog vor längerer Zeit schon einmal eine Korrelationsanalyse durchgeführt: PageSpeed und Ranking. Besser kann man es nicht prüfen, deswegen verweisen wir hier explizit auf den Blogbeitrag.

Improve Server response time

Das schlechteste Beispiel gleich an erster Stelle. Denn: hier lässt sich leider für normale Seitenbetreiber recht wenig tun. Hier geht es vorrangig um die Serverinfrastruktur. Wie schnell der Server auf eine Anfrage reagiert lässt sich innerhalb des Webprojektes nicht beeinflussen. Wenn Page Speed diese Handlungsanweisung gibt, hilft nur ein Wechsel des Hosters, bzw. das Upgrade auf einen eigenen Server (vom Webhosting-Account bzw. vServer aus). Mit etwas Pech teilt man sich beim Webhosting die Performance des Servers mit vielen weiteren trafficstarken Projekten. Für erfolgreiche Projekte ist eine Webhosting-Lösung aber auf lange Sicht sowieso nicht optimal (Stichwort IP-Popularität). Da im Bereich des Shared Hosting unterschiedliche Last auf dem Server liegt, kann der PageSpeed-Wert auch ganz schön schwanken.

Shared Server - mehrere ProjekteDedicated Server - ein Projekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Browser-Caching nutzen

Mit Browser-Caching (oder Leverage Browser Caching) ist die Erlaubnis des Client-Browsers gemeint, Elemente einer Webseite im lokalen Cache zu halten. Das hat für Webseitenbetreiber immer einen faden Beigeschmack, funktionierte das Caching doch zu den Anfangszeiten der Internetverbreitung noch sehr unzureichend. Häufig bekam man uralte Versionen einer Webseite angezeigt und deaktivierte den lokalen Cache gänzlich (und das, obwohl gängige Verbindungsgeschwindigkeiten 56kBit Modem oder 64kBit/128kBit ISDN waren). In Zeiten von DSL macht man sich eher weniger Gedanken über die zu übertragenden Daten. Nicht selten werden Bilder in Artikel eingefügt, die jenseits der 1MB-Grenze liegen. Und eben hierum geht es beim Caching. Hier muss unterschieden werden zwischen den zu cachenden Elementen. In einem Shop oder Blogbeitrag eingebettete (Produkt-)Bilder ändern sich nicht häufig, deswegen können die ruhig im Browsercache verbleiben und von dort geladen werden.

Apache Konfiguration mod_headers mod_expires

Das Browser-Caching kann auf zwei verschiedene Arten gesteuert werden. Auf jeden Fall muss aber eines der beiden Apache-Module geladen sein: entweder mod_headers oder mod_expires. Abgefragt werden kann das über eine phpinfo. Sollte das nicht der Fall sein, muss eines dieser Module installiert und aktiviert werden (Server-Admin fragen).

Am einfachsten steuert man die eigentliche Konfiguration dann über eine .htaccess-Datei. Die unten angegebenen Code Snippets müssen dann nur der .htaccess hinzugefügt werden, abhängig vom geladenen Modul. Wer aber vollen Zugriff auf seinen Server hat, kann die Änderungen selbstverständlich auch gleich in der httpd.conf vornehmen. PageSpeed selbst gibt Hinweise, wie lange die Cache-Lebensdauer für die einzelnen Elemente sein sollte. Wir haben gute Erfahrungen mit den folgenden Werten gemacht:

mod_expires


<IfModule mod_expires.c>
ExpiresActive On
ExpiresDefault "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/html "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType image/gif "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType image/jpeg "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType image/png "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/css "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/javascript "access plus 1 month 1 week"
ExpiresByType application/x-javascript "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/xml "access plus 1 seconds"
</IfModule>

mod_headers


<IfModule mod_headers.c>
Header set Vary Accept-Encoding
<FilesMatch "\.(gif|jpe?g|png|ico|swf)$">
Header set Cache-Control "max-age=5184000, public"
</FilesMatch>
<FilesMatch "\.(css)$">
Header set Cache-Control "max-age=5184000, public"
</FilesMatch>
<FilesMatch "\.(js)$">
Header set Cache-Control "max-age=216000, public"
</FilesMatch>
<FilesMatch "\.(x?html?|php|xml)$">
Header set Cache-Control "max-age=604800, private, must-revalidate"
</FilesMatch>
</IfModule>

Die Werte innerhalb der beiden Module weichen hier voneinander ab. Das ist keine Absicht, sondern Copy&Paste geschuldet. Beide Anpassungen gleichzeitig zu laden ergibt wenig Sinn, da beide genau das gleiche tun. Generell lässt sich aber sagen, dass HTML- und XML-Dokumente immer auf aktuellste Versionen geprüft werden sollen, was mit beiden Code Snippets auch geschieht.
Hiermit ist der am häufigsten und meist rot auftretende PageSpeed-Hinweis dann auch schon erledigt.

Komprimierung aktivieren

Schon länger ist Komprimierung eine wirksame Methode, um Dateien zu verkleinern. Damals noch, um Dateien möglichst auf eine Diskette zu bekommen (oder zu splitten), heute vorrangig, um die Dateigröße beim Mailversand möglichst gering zu halten. Doch auch Browser können mit komprimierten Dateien umgehen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die vom Server ausgelieferten Dateien möglichst schon komprimiert auf die Reise zu schicken, damit sie schneller ankommen. Der Nutzer bekommt davon nichts mit, da die Dekomprimierung vollautomatisch durch den Browser geschieht. Hierfür ist auf dem Server meist gzip verfügbar. Wie auch schon beim Browser Caching gibt es hier zwei Möglichkeiten für die Komprimierung, sprich zwei Module: mod_gzip oder mod_deflate. Abgefragt werden kann das Ganze wieder über eine phpinfo. Theoretisch ließe sich die Komprimierung auch per PHP aktivieren, da dies aber in jeder PHP-Datei vorggenommen werden müsste, wird hier nicht näher darauf eingegangen.
Die Aktivierung erfolgt wieder über die .htaccess-Datei (oder alternativ die httpd.conf), abhängig davon, welches Modul verfügbar ist:

mod_deflate


<IfModule mod_deflate.c>
<FilesMatch "\\.(html|css|js|xml|php|txt)$">
SetOutputFilter DEFLATE
</FilesMatch>
</IfModule>

mod_gzip


<IfModule mod_gzip.c>
mod_gzip_on Yes
mod_gzip_dechunk Yes
mod_gzip_item_include file \.( html|css|js|xml|php|txt)$
mod_gzip_item_include handler ^cgi-script$
mod_gzip_item_include mime ^text/.*
mod_gzip_item_include mime ^application/x-javascript.*
mod_gzip_item_exclude mime ^image/.*
mod_gzip_item_exclude rspheader ^Content-Encoding:.*gzip.*
</IfModule>

Ob das Ganze funktioniert, lässt sich leicht am Server Response ablesen, den man sich bspw. sehr schnell mit Firebug oder den Chrome Dev Tools ausgeben lassen kann (Tab: Netzwerk > Server Response). Hier muss Content-Encoding:gzip vorhanden sein.

Keep Alive aktivieren

Keep-Alive beschreibt die Kommunikation eines Browsers (Client) mit dem Server. Ein Browser stellt ununterbrochen Anfragen an einen Server, während der Nutzer im Internet surft. Hierfür wird typischerweise jedes Mal eine neue Verbindung aufgemacht.

Server Request Response Keep Alive
Der Client fragt an, ob er eine Datei haben darf, der Server gibt sie ihm. Das war lange Zeit kein Problem. ein HTML-Dokument besteht in der Regel jedoch nicht nur aus sich selbst, sondern referenziert innerhalb noch einmal zu diversen Skripten, CSS oder Grafiken. Das heißt, für das Stylesheet wird eine neue Verbindung aufgemacht, abgeholt, die Verbindung wird geschlossen. Für die Skripte wird eine neue Verbindung aufgemacht, etc. Dass das nicht performant ist, versteht sich von selbst. Und aus diesem Grund straft Google das auch ab.
Keep-Alive macht nun nichts weiter, als dem Server zu sagen, dass die Clients die Verbindung offen halten dürfen und nicht für jeden Request eine neue Verbindung aufgebaut werden soll. Dies lässt sich wieder über ein Apache-Modul regeln. Wie auch schon beim Browser-Caching ist hierfür mod_headers zuständig, welches die Verbindungen “öffnen” kann. Hierfür muss es selbstverständlich erst einmal installiert und aktiviert sein. Gesteuert wird das typischerweise wieder über die .htaccess, wo folgender Code integriert wird:


<IfModule mod_headers.c>
Header set Connection keep-alive
</ifModule>

Nun stellt sich die Frage, wieso viele Server Keep-Alive nicht aktiviert haben, wo es doch performanter ist. Das ist für den Einzelfall auch korrekt. Die meisten Internetprojekte liegen jedoch auf Shared Servern, wie schon unter dem ersten Punkt “Improve Server Response” beschrieben. Ein Projekt teilt sich einen Server mit vielen anderen Projekten. Wenn nun natürlich für jedes dieser Projekte automatisch für alle Clients die Verbindungen offen gehalten werden, geht die Performance des Servers rasch in die Knie. Hier leiden dann alle Projekte. Das heißt, theoretisch bekäme der Client einen Performanceschub, aber die Kapazitäten des Servers reichen einfach nicht aus, um ihm den auch zu gewährleisten. Kritisch wird es zu Stoßzeiten, wenn alle Projekte auf dem Server gut besucht sind. Aus diesem Grund erlauben einige Webhoster Keep-Alive auch gar nicht für ihre Shared-Umgebungen. Das ist auch verständlich, da für jeden Kunden die gleichen Kapazitäten freigehalten werden sollen. Dann muss man sich nach einem anderen Hoster oder eben einem eigenen dedizierten Server umschauen.

Mit der Umsetzung aller hier geschilderten Maßnahmen sollten die im Page Speed als am dringlichsten gekennzeichneten Punkte abgearbeitet sein. In einem weiteren Blogbeitrag werden demnächst noch Hinweise zu den weniger dringlichen Punkten gegeben.

Online-Händler aufgepasst – Das ändert sich 2014

© La-Liana / PIXELIO (www.pixelio.de)

© La-Liana / PIXELIO (www.pixelio.de)

Im Jahr 2014 wird es wieder einige Änderungen im Handel geben, die besonders Online-Händler betreffen und einige Anpassungen in Ihrem Online-Shop bedürfen. Sie sollten sich daher frühzeitig informieren, um Ihren Shop und Ihre Software rechtzeitig auf den aktuellen Stand zu bringen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Änderungen und ihre technischen Herausforderungen zusammengefasst.

Die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie

Am 12. Juni 2014 ist es soweit, dann tritt die neue EU-Verbraucherrechte-Richtlinie (VRRL) in Kraft. Ziel der neuen Richtlinie ist es, innerhalb der EU einheitliche Regelungen zum Widerrufsrecht zu schaffen. Dies kommt vor allem Online-Händlern mit einem EU weiten Absatzmarkt zugute, führt aber auch zu neuen Herausforderungen bei der technischen Umsetzung.

1. 14 Tage Widerrufsfrist
Die in Deutschland bereits etablierte 14tägige Widerrufsfrist wird zukünftig europaweit Gültigkeit besitzen. Der Kaufpreis muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware oder nach dem der Kunden den Versand der Ware nachgewiesen hat zurückgezahlt werden.

2. Erlöschen der Widerrufsfrist
Nach der bisherigen Regelung erlischt das Widerrufsrecht bei falscher Belehrung nicht. Dies ändert sich nun, zukünftig erlischt die Widerrufsfrist spätestens ein Jahr nach Ablauf der 14 Tage Widerrufsfrist.
Versiegelte Waren, die sich aus gesundheitlichen oder hygienischen Gründen nicht zur Rückgabe eignen sind nach Entfernung des Siegels vom Widerruf ausgeschlossen.

3. Widerrufserklärung
Nach der EU-Verbraucherrechte-Richtlinie können Käufer ihren Rückruf nicht mehr allein durch Zurücksenden der Ware erklären sondern müssen hierfür eine schriftliche Erklärung abgeben. Online-Händler können auf ihrer Homepage entsprechende Formulare zur Verfügung stellen. In diesem Fall müssen sie dem Kunden aber nach Erhalt des Widerrufs eine Bestätigungs-E-Mail zusenden.

4. Kosten der Rücksendung

Händler sind nicht mehr verpflichtet die Kosten für die Rücksendung der Ware bei Widerruf zu übernehmen, diese können dann dem Kunden auferlegt werden.
Die Sache hat aber einen entscheidenden Haken: Bei Speditionswaren, die nicht postversandfähig sind, muss der Händler den Kunden in der Widerrufsbelehrung über die Höhe der Rücksendekosten informieren. Die Kosten können jedoch je nach Art der Ware und abhängig vom Lieferort stark variieren. Dies würde eine für jeden Kunden individuell erstellte Widerrufsbelehrung erfordern. Eine Standard-Software, welche die Kosten automatisch ermittelt und in den Widerruf einfügt gibt es bisher allerdings nicht.

Weitere Informationen zur EU-Verbraucherrechte-Richtlinie finden Sie beim Bundesministerium der Justiz.

SEPA

Eine weitere wichtige Änderung tritt ab dem 1. Februar 2014 in Kraft. Die Single Euro Payment Area (SEPA) soll den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb des Euro-Raums vereinheitlichen. Für Online-Händler bedeutet dies einfachere Zahlungstransaktionen über die Ländergrenzen hinweg. Dennoch ist der Schritt mit umfangreichen technischen Änderungen verbunden.

1. Erfassung der Daten
Anstelle der Kontonummer und der Bankleitzahl tritt nun die 22-stellige IBAN und der BIC. Für den Verwendungszweck stehen zukünftig nur noch 140 Zeichen zur Verfügung und nicht mehr wie bisher 378. Außerdem benötigen Sie für Lastschriftverfahren die Gläubiger-ID des Kunden, welche dieser bei der deutschen Bundesbank beantragen kann. Online-Händler müssen ihre Formulare inhaltlich entsprechend anpassen.

2. Technische Format-Änderungen
Im Zuge der Vereinheitlichung gibt SEPA neue technische Formate vor. Hierzu gehört zum Beispiel die Verwendung des XML-Nachrichtenformats nach ISO 20022.

3. Konvertierung der Bestandskunden-Daten
Bereits vorhandenen Kontodaten der Bestandkunden müssen konvertiert werden, um sie weiterhin nutzen zu können. Einige Banken bieten hierfür entsprechende Softwareprogramme an.

4. SEPA-Mandat bei Lastschriften
Probleme dürfte Online-Händler vor allem das nach SEPA geforderte Mandat für Lastschriftverfahren bereiten. Die jetzige Regelung sieht eine physische Bestätigung durch den Kontoinhaber vor. Es ist unklar, wie sich die Mandatserteilung im Online-Handel sinnvoll umsetzen lässt. Eine Alternative zur händischen Unterschrift wäre das e-Mandat. Dieses ermöglicht ein über Online-Banking authentifiziertes elektronisches Lastschriftmandat. Der Haken: bisher bieten nur wenige Banken diese Möglichkeit an.
Wie sich die Erteilung eines Mandats im E-Commerce umsetzen lässt ist unter Experten umstritten, eine eindeutige Lösung mit der Online-Händler rechtlich auf der sicheren Seite sind ist bisher nicht in Sicht.

5. Informationspflicht bei Lastschriften
Nach SEPA müssen Lastschriftverfahren dem Kontoinhaber mindestens 14 Tage im Voraus mit Angabe zum Abbuchungstermin angekündigt werden. Weicht der Kontoinhaber vom Vertragspartner ab, müssen Sie also zusätzlich die Kontaktdaten des Kontoinhabers erheben, um diesen entsprechend informieren zu können.

6. Abbuchung von Lastschriften
Lastschriften müssen fünf Tage vor dem Abbuchungstermin bei der Bank eingereicht werden.

Weitere Informationen zu SEPA finden Sie unter: https://www.sepadeutschland.de/

And the winner is …

Heise – der Online-Shop des Zeitschriftenverlags errang gleich vier Awards.
Gemeinsam mit move:elevator hat igniti für Heise eine neue Onlineshoplösung entwickelt – die Jury hat das Konzept überzeugt. Der Shop gewinnt den Digital Media Award und erhält beim Communicator Award gleich in drei Kategorien Silber.

Das Projekt

Im Zuge eines Relaunchs haben wir gemeinsam mit unseren Partnern den Onlineshop des Heise Verlages auf den neusten Stand gebracht. Igniti hat dabei die technische Umsetzung, die Integration des Designs und die Realisierung der entsprechenden Schnittstellen übernommen. Das Design für den Shop hat die Agentur move:elevator entwickelt. Ziel war es, das Einkaufserlebnis zu erhöhen, die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern und einen reibungslosen Ablauf der Prozesse und Technologien zu ermöglichen.

Die Awards

Der Digital Media Award Europe würdigt die hervorragende Arbeit europäischer Medien- und Verlagshäuser, denen es gelungen ist, ihr Produktsortiment erfolgreich in die digitale Medienwelt einzubinden.
Der Heise Online-Shop konnte in der Kategorie „Magazin Website“ mit seiner optimierten Nutzerfreundlichkeit und Vertriebsorientierung punkten. Als einziger deutscher Preisträger ist der Shop in einer Reihe weiterer namhafter Gewinner in guter Gesellschaft. So erhielt zum Beispiel die Telegraph Media Group den “Newspaper Website” Award, in der Kategorie “Social Media” gewann das Nachrichtenportal CNN.com – um nur einige zu nennen.

Doch damit nicht genug, beim Communicator Award gewann der Heise Shop gleich dreimal Silber. In den Kategorien „Websites – Structure and Navigation“, „Websites – Computer/ IT/ Software“ und „Websites – Publishing“ konnte sich der Shop gegenüber den weltweiten Mitbewerber durchsetzen. Der Award zeichnet herausragende Kommunikationslösungen aus und würdigt kreative Medienprojekte aus den Bereichen Werbung, PR und Corporate Communication.

Wir freuen uns zusammen mit Heise und move:elevator über die besondere Auszeichnung und danken allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

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