RECAP E-COMMERCE 3.0

Das Event E-Commerce 3.0 ging am 15.05.2017 in die zweite Runde. Themenschwerpunkte waren zukunftsweisende, individualisierte Digitalisierungskonzepte. Die rund 50 Gäste konnten mit Branchenexperten von Spryker, Magento, Tradebyte und natürlich der igniti Ihre Fragen diskutieren.

OPENING KEYNOTE

ignitiBereits in seiner Keynote machte igniti Geschäftsführer Frank Rub (@igniti_gmbh) klar, dass die Zukunft des E-Commerce nicht in den Lösungen der Vergangenheit liegen kann, sondern vielmehr in innovativen und insbesondere auch flexiblen Plattformen, die sich schnell und agil anpassen lassen. Er führte fort, dass es unsere Aufgabe ist, den Kunden auf allen Kanälen mit einem durchgängig guten Einkaufserlebnis zu überzeugen und dass wir die Learnings aus dem Nutzerverhalten jederzeit schnell und dynamisch in die Plattform einfließen lassen sollten.

Geschwindigkeit zähle in einer so schnelllebigen Branche, wie dem E-Commerce und es sei ein unbedingtes Umdenken notwendig geworden. Agilität, MVP-Methodiken und Trial-and-Error-Ansätze versprechen einen viel schnelleren Erfolg, als klassische Projektmethodiken. Das Verständnis dafür habe er insbesondere bei den besuchten Firmen auf seiner USA-Reise sehr deutlich gespürt. Scheitern sei dort kein Problem, sondern vielmehr, es nicht zu versuchen. Er appellierte auch an die Führungskräfte in Industrie und Handel, das richtige Mindset sei ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Digitalen Transformation.

Darüber hinaus haben sich auch die Anforderungen an die Agenturen gewandelt. Die Kunden suchen nicht mehr nur den klassischen Implementierer. Sie suchen vielmehr einen digitalen Berater, der Ihnen hilft, Ihr Business zu entwickeln und Sie auf Ihren Weg hin zu profitablen E-Commerce zu begleiten.

„ZUKUNFT 100% RICHTIG VORAUSSAGEN“ – DIGITALISIERUNG ZUM FESTPREIS (MIT GELD-ZURÜCK-GARANTIE) + BONUS-SPECIAL

sprykerBoris Lokschin (@Boris_Lokschin) Co-CEO von Spryker Systems (@sprysys) schloss sich den Gedanken von Frank an und zeigte auf, warum es nicht mehr genüge, in alter RFP-Manier Projekte zu realisieren und monatelang mit Anforderungsdokumentation und Konzeption zu starten. Ein ROI sei schlichtweg auf diesem Weg nicht mehr möglich. Die Refinanzierung von Projekten gelingt nur durch Agilität und Geschwindigkeit. „Denke aus Sicht des Kunden und nutze die Daten, die du verfügbar hast“, sei das Credo. Der MVP-Ansatz sei der einzig sinnvolle, in einer Welt mit solch einem enormen technischen Innovationstempo. Er stellt kritisch die Frage in den Raum, ob uns Standard-Features wirklich noch helfen oder wie stark Technologie genutzt werden sollte, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen. Dabei ging er unter anderem auf neue Touchpoints, wie Voice-Technologie, Mobile Apps, Personalisierung oder Bots ein, die Standardsysteme out of the box nicht mitbringen, aber unter Umständen notwendig für die Differenzierung zum Wettbewerb sein können.

Er führte weiter die Evolution der E-Commerce Systeme auf und ordnet Spryker in die 4.Generation E-Commerce, der kundenzentrischen Zeit ein. Technologie-Ownership und eine große Dynamik und Flexibilität, werden zukünftig ausschlaggebend für den digitalen Erfolg eines Unternehmens sein.

Spryker bietet als Betriebssystem für Commerce eine praxiserprobte, modular aufgebaute Technologie, die es ermöglicht individuelle Anforderungen und Prozesse abzubilden.

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MAGENTO OMNICHANNEL INNOVATIONS

magentoHenryk Fiedler von Magento (@magento) stellte den Gästen einen spannenden und zugleich innovativen Magento Use Case aus dem Plattformumfeld am Beispiel des Frankfurter Flughafens vor.

Projektziel war, Omnichannel Services zu etablieren und dem Kunden durch die Bündelung aller Services und Geschäfte des Fraport ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu bieten. Die Kunden können die Produkte aller Shops nun über eine zentrale Plattform kaufen und alle Services auch digital in Anspruch nehmen. Der Fokus des Projekts lag darauf, die gesamte Customer Lifetime des Kunden (Travel Planning, Flight, Arrival/Departure) zu nutzen, um ihn auf verschiedenen Kanälen jederzeit mit einer ganzheitlichen Ansprache zu überzeugen. Zu den Herausforderungen zählten u.a. die unterschiedlichen Lieferorte (Lieferung nachhause, Pick-Up in Store, Pick-Up at Airport), aber auch der Auftragssplit und das Auflösen der Order sowie der Zahlung, Retoure, Stornierung auf die unterschiedlichen Anbieter.

Nach weiteren Use Cases wurde dann ein Ausblick auf die weitere Magento Roadmap gegeben und welche Services neben der Digital Commerce Software noch im Fokus stehen.

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„DER PERFEKTE RELAUNCH“ ODER: IM NÄCHSTEN LEBEN WERDE ICH EIN EINHORN

ignitiDanach folgte unser Vortrag, in dem Jacqueline Els und Janine Poser (@igniti_gmbh) vom perfekten Relaunch berichteten und was das eigentlich mit Einhörnern zu tun hat. Wie auch schon bei Boris Lokschin stand bei diesem Thema der MVP-Ansatz im Mittelpunkt. Das perfekte Produktkonzept ist nicht durch Featuritis geprägt, sondern hat klare, minimalistische Strukturen, die sich am Kundenverhalten orientieren und ihm einen eindeutigen Nutzen bescheren. MVP steht dabei für Minimal Viable Product Das bedeutet: mit minimiertem Risiko schnell und einfach zum erfolgreichen Modul. Erfolgreich ist ein Modul nur dann, wenn es ein echtes Nutzerproblem löst. Aus diesem Grund sind die Phasen vor der Entwicklung stark von Recherche geprägt, um nicht am Kundennutzen vorbei zu planen. Die eigentliche Entwicklungsphase ist schlank und schnell, sodass das Ausrollen des Systems nicht erst erfolgt, wenn der Trend schon wieder in eine andere Richtung geht. Dabei werden die einzelnen Sprints regelmäßig von Testzyklen begleitet, um möglichst schnell auf Veränderungen reagieren und sie in neue Sprints integrieren zu können.

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SMARTER LONGTAIL DURCH DROP-SHIPPING

tradebyteCarsten Feiler von Tradebyte (@tradebyte) beleuchtete das Thema E-Commerce 3.0 aus einer ganz anderen Richtung: der Reichweitenvergrößerung bzw. dem Marktplatz-Management.

Er machte darauf aufmerksam, dass es, um dem Trendkarussell vorzubeugen, nicht zwangsläufig gleich der eigene Online-Shop sein muss. Der Einstieg auf den Marktplätzen ist durch die einfache Steuerung kinderleicht, vergrößert die Reichweite und geht i.d.R. schneller aufzubauen, als ein eigener Shop.

Carsten zeigte auf, wie Tradebyte durch seine verschiedenen Services TB.One und TB.Market beide Seiten der Kette unterstützen könne, einerseits die Anbieter, andererseits die Marktplätze.

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PANEL-DISKUSSION

Nachdem durch die Vorträge der Rahmen gesteckt wurde, fehlte natürlich ein Fazit. Die Referenten versammelten sich vorne zu einer Panel-diskussion und stellten sich den bohrenden Fragen von Martin Eckart (@mobilecki) und dem Publikum. Ist E-Commerce schon eine komplette digitale Transformation des stationären Handels? Fallbackvarianten im Omnichannel: wenn Online zu Offline wird. Wie kann eine digitale Transformation überhaupt nur erfolgreich stattfinden? Sind die Kunden eigentlich schon bereit für die vollständige digitale Transformation?

All diese Fragen wurden in einer Experten-Gesprächsrunde diskutiert. Selbstverständlich gibt es nicht für jede Frage auch eine eindeutige Antwort. Dafür sind die Voraussetzungen bei der Digitalisierung viel zu verschieden. Generell wurde innerhalb der Digitalisierung aber mehr Pragmatismus gewünscht, um schneller Fortschritte und Erkenntnisse erzielen zu können. Wir können die Zukunft nicht voraussagen, aber formen. Wie schnell, das haben wir selbst in der Hand.

Und sonst so?

Begleitet wurde das Event E-Commerce 3.0 natürlich von traditionell analogen Köstlichkeiten zum Kaffee und Abendessen und einer Stadtführung von oben auf der Aussichtsplattform des Jentowers. Abends ging es dann in die heiligen Hallen des igniti Headquarters, um den Tag bei einer Runde Kicker, kühlen Getränken und netten Gesprächen ausklingen zu lassen. Hier konnten die Besucher auch unsere Entwicklungen im Bereich Internet of Things in Augenschein nehmen: Unser smarter Kühlschrank, der registriert und darstellt, wann Getränke entnommen oder aufgefüllt werden oder die Temperatur zu stark schwankt. Oder unser Magic Mirror, der beim Blick in den Spiegel die aktuellen Wetterdaten und News bereitstellt. Oder aber unser Sandkasten, mit dem sich durch Augmented Reality Terraforming betreiben lässt. Der Bereich der IoT bietet viel Spielraum zum Experimentieren, was unsere Gäste gern in Anspruch nahmen. Spitzenreiter des Abends war aber ein alter Bekannter: die menschliche Kommunikation, der ausgiebig gefrönt wurde.

Janine Poser igniti GmbH

Janine Poser
Head of E-Commerce-
Marketing & Sales
Tel. +49 3641 32 77 271

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