Inxmail - E-Mail-Marketing

Miriam Helbig - Head of Sales & Herbert Hohn - Strategic Alliances

In der Interview-Reihe „igniti fragt nach“ beleuchten wir alle Themen rund um die Digitalisierung. In Expertengesprächen zeigt Janine Poser, Head of E-Commerce, Trends und ungenutzte Möglichkeiten auf und entlockt ihren Gesprächspartnern den ein oder anderen spannenden Tipp, um sich in der digitalen Welt zu behaupten.

Miriam Helbig – Head of Sales und Herbert Hohn – Strategic Alliances bei Inxmail im Expertengespräch mit Janine Poser (Head of E-Commerce, igniti GmbH) über die Möglichkeiten von E-Mail-Marketing mit Inxmail

Janine Poser:
Herzlich willkommen Miriam Helbig und Herbert Hohn von der Firma Inxmail zu unserer Interviewreihe „igniti fragt nach“. Wir sind heute hier auf der dmexco.
Es wäre super, wenn ihr vielleicht einmal kurz was zu euch und eurer Company sagt.

Miriam Helbig:
Dann fange ich mal an: Miriam Helbig, Partnermanagerin im Herzen und Head of Sales in der Visitenkarte. Ich bin seit dreieinhalb Jahren bei Inxmail und verantwortlich für den Partnervertrieb und Großkundenvertrieb.

Herbert Hohn:
Herbert Hohn, ich bin auch seit drei Jahren, dreieinhalb Jahren etwa bei Inxmail und dort für die strategischen Partnerschaften zuständig und bin mit meiner fünfzehnjährigen Branchenkenntnis eher auf Veranstaltungen unterwegs und Netzwerker der Firma.

Miriam Helbig:
Kurz zu Inxmail: Wir werden dieses Jahr 18, sind seit 1999 am Markt, sind eine in Freiburg ansässige Firma mit 150 Mitarbeitern, inhabergeführt und dabei, seit es E-Mail-Marketing gibt.

Janine Poser:
Ok, sehr schön. Dann vielleicht gleich ganz kurz nochmal zu Inxmail: Was macht ihr besser als die Konkurrenz?

Miriam Helbig:
Wir haben die schönere Farbe, wir sind gelb. 😊 Wir leben sehr stark den „Best Of Breed“-Ansatz. Das machen andere vielleicht auch, aber da sind wir völlig alternativlos. Wir fokussieren uns darauf, dass wir uns auf E-Mail-Marketing beschränken. Wir versuchen nicht noch links und rechts irgendwas zu basteln, sondern wir machen E-Mail-Marketing, versuchen das zu perfektionieren mit allen Details die wir so bieten können und legen da wirklich 100% [rein].

Herbert Hohn:
Bei vielen Firmen gibt es den Trend in den letzten Jahren, dass möglichst viele Funktionalitäten mit in die E-Mail-Marketing-Lösung eingebaut werden. Wir sehen uns als reinen E-Mail-Marketing-Anbieter und haben mit unserer API eine Möglichkeit, uns mit den Systemen zu verbinden, die in ihrer Disziplin besser sind als wir und wir sind eben die Champions im E-Mail-Versand.

Miriam Helbig:
Genau. Das geht soweit, dass wir unsere Software Inxmail Professional sogar als On-Premises-Lösung anbieten können. Besonders auch [für] Versicherungen, Banken, öffentlicher Dienst, für die das extrem wichtig ist, auch die Datenhoheit im Haus zu haben. Die können sich unsere Software in den Keller stellen, eigene Serverumgebung, komplett alleinstehend.

Herbert Hohn:
Draußen auf dem Markt ist ein Alleinstellungsmerkmal sicher für uns auch der ganze Servicegedanke, der durch die ganze Firma sich durchzieht, weil wir einfach von vornherein uns natürlich auch positionieren müssen mit unserer Lösung gegen andere Anbieter. Es ist ein Verdrängungsmarkt und da ist natürlich Service ein ganz wichtiges Thema.

Miriam Helbig:
Und zu guter Letzt: wir legen einen sehr großen Wert auf unsere Partner. Deswegen stehen wir auch bei euch. Wir sind sind einerseits der Systempartner, eben natürlich aus „Best Of Breed“-Ansätzen. Andererseits haben wir auch 200 Agenturpartner mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten und das ist uns halt auch sehr wichtig.

Janine Poser:
Ja, absolut. Mal kurz zum Thema E-Mail-Marketing: Über SEM & SEA kann man sehr gut Neukunden gewinnen, im Bereich Display können gute Brandingeffekte beschert werden. Im Content Marketing lassen sich neue Kunden gewinnen und bestehende pflegen. Wofür eignet sich eurer Meinung nach das E-Mail-Marketing besonders?

Herbert Hohn:
Das E-Mail-Marketing wird oft als Allzweckwaffe in Online-Marketing gesehen, weil man eigentlich im Prinzip alle die Disziplinen die du genannt hast, abdecken kann. Letztendlich ist es ein super Instrument für die Neukundengewinnung; Bestandskundenpflege sowieso. Das heißt ich habe ein Profil angelegt als E-Mail-Empfänger / Newsletter-Empfänger: Über dieses Profil kann ich mich entscheiden, welche Informationen ich haben möchte. Der Anbieter hat die Möglichkeit (oder der Kunde hat die Möglichkeit), über Inxmail entsprechend zielgruppenspezifisch Inhalte auszusteuern. Ich habe mit diesem E-Mail-Marketing-Instrument eine sehr hohe Personalisierungsmöglichkeit. Die habe ich halt in den meisten anderen Fällen nur teilweise.

Miriam Helbig:
Ja genau, und was dann noch dazu kommt: im Browser z.B. leben ja sehr viele Adblocker-Firmen, die sich dann in Gegnerschaft zu den Werbeanbietern befinden. Das haben wir halt im E-Mail-Marketing nicht. Wir haben eine bewusste Anmeldung des Empfängers, der E-Mail-Marketing bekommen möchte, der sich für den Newsletter anmeldet und jederzeit abmelden kann. Das heißt die Leute die warten auf unsere Informationen und auf die unserer Kunden. Und das ist etwas, was andere Systeme oder andere Marketingkanäle in der Tiefe, auch in dem Personalisierungsgrad nicht unbedingt bieten können.

Janine Poser:
Kommen wir zum Thema Datenschutz. Vielen Nutzern ist Datenschutz natürlich sehr wichtig, gerade was E-Mail-Marketing anbelangt. Sie müssen Ihre Daten hergeben. Wie tragt Ihr diesem Thema Rechnung?

Herbert Hohn:
Wir sind natürlich als deutscher Anbieter, seit 18 Jahren am Markt, komplett dem deutschen Datenschutz unterstellt und das ist eines unserer USPs gegen den Strom von Systemen, die aus aller Welt im Prinzip auch auf unseren Markt eintreffen. Wir haben natürlich Datenhoheit beim Kunden, die Daten liegen in Deutschland. Jetzt natürlich ein sehr großes Thema: DSGVO, die Datenschutzgrundverordnung der EU, die allen Anbietern neue Regeln auferlegt. Wo wir alle gerade dran arbeiten [ist], dass da einfach nochmal nachgezogen wird falls notwendig, was die Datenschutzbestimmung betrifft, Widerspruch und so weiter. Das ist ein Thema, das bei uns im Prinzip als deutscher Anbieter systemimmanent da ist. Wir müssen zu jeder Zeit nachweisen können, wo wir die Daten herhaben und ob derjenige natürlich entsprechend eingewilligt hat. Das ist uns wichtig und das ist auch für uns teilweise ein Grund, manche Interessenten auch abzulehnen, weil vielleicht nicht klar ist, wo die Adressen herkommen und so weiter.

Janine Poser:
Kommen wir vielleicht nochmal zum Kunden an sich: In einer im letzten Jahr durchgeführten Studie über die Anwender wurden sie befragt nach Ihrem Kenntnisstand im Bereich E-Mail-Marketing. Über die Hälfte schätzten sich nur als Anfänger ein und gerademal 4% sehen sich als Experte. Zur gleichen Zeit sehen die befragten Unternehmen aber Newsletter als eines der wichtigsten Marketinginstrumente an, das sie aber darüber hinaus noch ausbauen möchten. Könnte das ein Hinweis darauf sein, dass E-Mail-Marketing zwar theoretisch ernst genommen wird aber in der praktischen Ausführung stiefmütterlich behandelt wird? Oder stellen E-Mail-Marketer hier nur ihr Licht unter den Scheffel?

Miriam Helbig:
E-Mail-Marketing gibt es ja seit 100 Jahren. Und es wirkt so „man macht‘s einfach und man kann‘s einfach“. Aber viele Leute, und das merken wir auch bei Bestandskunden / bei Neukunden, die fangen entweder und dann bleiben Sie auf dem Level stehen, weil es funktioniert ja oder man stellt irgendwann fest „Mist, irgendeiner muss sich mal Gedanken machen“. Es ist halt nicht „ich schreib in Outlook eine E-Mail und dann drücke ich auf Senden“, sondern es ist halt mit einem Konzept verbunden. Und ich glaube da kommt auch die Selbsteinschätzung aus dieser Studie her. Dass die Leute schon merken, es ist noch Luft nach oben und arbeiten dann Im Grunde irgendwann sich immer im Kreis. Da kommt auch ein bisschen unser Gedanke rein, dass wir sagen, ok jetzt versuchen wir mal unser Wissen, unser strategisches Wissen, seit 18 Jahren aufgebaut weiterzugeben. Wie kann man denn vorgehen? Wie schaffen wir den Bruch raus aus basic Gießkanne hin zu Personalisierung? Auch das ganze Thema Transaktionsmail ist ein Riesenthema. So ein komplett stiefmütterlich behandeltes Thema. Ich glaube, dass die Einschätzung richtig ist, dass man gleichzeitig aber auch nicht zu hohe Erwartungen haben darf. Weil sehr viele Kunden sagen natürlich „Oh, wir machen mega geiles E-Mail-Marketing und wir haben super personalisiert“. Und das sind halt vielleicht die Top 5% aller Firmen. Und wenn man das sich als Ziel setzt, ist es natürlich ein hehres Ziel aber es ist ein unrealistisches Ziel bei sehr vielen Kunden. Also erstmal lieber Schritt für Schritt vorgehen und dann glaube ich kommt man auch in die Branche rein, in das Marketingtool rein und dann wird’s im Grunde auch einfacher.

Herbert Hohn:
Es ist auch so, dadurch dass es das Universalwerkzeug ist, jeder das Gefühl hat, „Ja gut E-Mails mache ich ja jeden Tag, das kann ich irgendwie“. Aber die Massenkommunikation ist echt nochmal ein ganz anderes Thema. Sowohl von der Ansprache, von der Gestaltung und vom Content. Wir bieten ja über unsere Academy relativ viele Möglichkeiten, Workshops zu buchen, die Leute genau bei diesem Thema abholen. Wir haben einen Blog wo wir zu aktuellen Themen immer wieder informieren. Wir haben ein kleines Büchlein, das ist unser Kompendium, das wir Kunden gerne weitergeben um einfach etwas an die Hand zu geben. Dieses Werkzeug, das ist die Rohrzange, die in jedem Werkzeugkasten drin ist, die jeder hat und denkt er kann sie benutzen. Aber wenn du Sie das erste Mal in der Hand hast und anfängst rumzumachen – dann ist es manchmal auch trotzdem ganz gut, man schaut nochmal nach, wie man das Ganze ansetzt.

Janine Poser:
Sehr gut, dann bedanke ich mich für das Interview und wünsche noch eine angenehme dmexco mit ganz vielen spannenden Kunden und tollen Projekten im Nachgang.

Miriam Helbig:
Werden wir hoffentlich haben.

Herbert Hohn:
Wir bedanken uns bei euch, danke!

Miriam Helbig:
Genau, vielen Dank.